Full text: Kreis Cassel-Land : Text (4)

QUQÜCFJCQQUUUQQUWÜQQQUÜQQÜU 
Die einzelnen Orte. 
EEQEEEQEQEEEESEEEEQQEQEQ 
hofes" vor.1 Nach einem Heberegister vom Jahre 15102 bezog damals das Kloster, abgesehen von Nords- 
hausen und Cassel, Gefälle aus Altenbauna, Altenritte, Crumbach, Dittershausen, Elgershausen, Guntershausen, 
Heckershausen, Heiligenrode, Kirchbauna, Niederzwehren, Oberzwehren, Ochshausen, Rengershausen, Großen- 
ritte, Sandershausen, Dennhausen, Simmershausen, Vellmar, Vollmarshausen und Waldau. Ein Pfännerteil 
zu Soden gehörte ihm vorübergehend. Anscheinend größere Besitzungen außerhalb des Landkreises Cassel 
lagen in Eschwege, Felsberg und Gudensberg. Auch aus Bürgerhäusern in Cassel bezogen die Nonnen 
Einkünfte. Zwei Häuser in der dortigen Neustadt besaß der Konvent zu eigen? 
Eine jährliche Seelenmesse zu halten, übergab 1304 Landgraf Heinrich l. von Hessen dem Kloster 
eine Besitzung zu Felsberg. Aus einem Hause neben der Pfarrkirche zu Cassel vermachte im selben Jahre 
der Kleriker Johannes von Grebenau einen Jahreszins von 25 Schillingen. 1335 gab das Kloster der Her- 
burgi, einer Tochter Konrads von Krone, der vor dem Schloß Haldenau erschossen war, eine Präbende, 
wogegen der Konvent Liegenschaften vor Cassel erhielt und von allen Stadtbeschwerungen befreit wurdeß 
Den vierten Teil ihres von Ludwig und Werner von Wallenstein zu Lehen rührenden Zehnten auf Kloster 
und Dorf Nordshausen verkauften 1382 die Gebrüder Heinrich und Damme, genannt von Tweren, der 
Äbtissin? Einkünfte aus seinen Gütern zu Elgershausen verschrieb 1345 Landgraf Heinrich ll. den Nonnen. 
Des Landgrafen Torwart Johann Nobisch übergab 1359 dem Kloster sein Haus zu Altenritte. Um den 
Besitz eines Pfannenanteiles an den Soden zu Allendorf führte der Konvent zu Beginn des 16. Jahrhunderts 
längere Verhandlungenß 
Geschichtlich ist das Kloster zu Nordshausen, das in Sage und Dichtung eine kleine Rolle gespielt 
hat-f, zu keiner Zeit hervorgetreten. Die ungeordneten Zustände wurden 1508 die Veranlassung zu einer 
Visitation durch den Erzbischof Jakob von Mainzß Der Konvent schloß sich der Bursfelder Kongregation 
an? Zur Zeit der Reformation 1527 erfolgte die Aufhebung. Die Nonnen verließen gutwillig das Kloster, 
dessen Besitzungen der Landesuniversität zu Marburg zufielen. Die Verzichturkunden scheinen zu fehlen. 
Darüber, daß ihr beim Abzug der Vogt nur 12 Gulden gegeben hatte, beschwerte sich die Köchin. Diesem 
Vogt, Hermann Griffte, stellte der Haushofmeister Schmalstick 1528 einen Paß aus, damit er der Universität 
hundert Schweine und sechs Ochsen zuführen konnte") Die letzte Äbtissin war Mya von Diepenbrock, die 
von 1510 bis 1525 dem Kloster vorstand. Von neuem übertrug Wilhelm lV. der Hochschule die praedia 
monasterii -Nordshusani. Bis 1848 im wesentlichen die Einkünfte abgelöst wurden, blieb die Universität 
Marburg im Besitz der Klostergüter. Noch heute trägt die Universität, die in der Kirche eine „Universitäts- 
bank" besitzt, zur Besoldung des Pfarrers bei." 
Kirche. 
Sieht man von der geringfügigen Erwähnung der lumina corporis christi zum Jahre 1331 abm, so scheinen 
Nachrichten aus der älteren Baugeschichte des Gotteshauses gänzlich zu fehlenlß, doch läßt der Baubefund die 
1 Kuchenbecker, Anal. Hass. lll, S. 196. 
2 Abschrift in Bibliothek des hess. Ciesch-Ver. Cassel. - 3 Roques, Urk. Nr. 175. 
4 Urk. d. Klost. Nordshausen. St.- Arch. Marburg. ' 
5 Usbeck, Chronik von Niederzwehren, S. 15.1 - ß Urk. d. Klost. Nordshausen. St.-Arch. Marburg. 
7 Finck, Das Kloster Nordshausen bei Kassel, in Hessenland ll, 8.10. Heßler, Vom Kloster zu Nordshausen, in 
Sagenkranz aus Hessen-Nassau, 5.157. 
8 Haas, Kirchengeschichte, S. 272. 
9 Ayrmann, Not. monast, 5.23. Leuckfeld, Antiquit. Bursfeld, S.l52, wo das Kloster freilich Nordtsassen ge- 
nannt wird. ' 
1" Rommel, Gesch. v. Hessen llli, Anmerkung, 8.301. 
11 Hochhuth, StaL, S. 226. T 12 Urk. d. Klost. Nordshausen. St.-Arch. Marburg. 
13 Armbröster, Baunatal: „Uber die Gründer und die Erbauung der Kirche läßt sich wenig Bestimmtes sagen. Sie 
ist wohl nicht früher als das Kloster erbaut und hatte wohl denselben Stifter wie dieses."
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.