Full text: Kreis Gelnhausen : Text (1)

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Spielbcrg. 
lfdenhain. 
eckiren Westthiire mit ekrö iften Rahmen steht unter einem "rossen Ysenbur rischen Allianzwa) en des Grafen 
ö g o i: 
Ferdinand Maximilian II. und seiner Gemahlin Wilhelmine (irfällll v. Stollherg Gedern GEBAUT 1727. 
Uber der (rleichvcstaltcten nördlichen Nebenthiire ist ein aus F. M. W. eschlun enes Mono amm, und über 
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der südlichen Nehenthiire steht: Im Jahre Christe 1727 n-urde (Iieses Gotteshaus durch Landesvätterliche Vorsorge und 
lllilde hierzu anrevrandeteie Baukasten des Hochr eborenen Gra en und Herrn Herrn Ferdinand Maximilian Gra en 
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zu Lsenbnrg und Büdiizgen unsern gjniirliyysteiz Landesregeiztevz nie auch anderer gutthiitiger Herzen Beistand und 
derer Gemeinden Sjiiegelberger (ierichts nzöglichst beigvetrageneiz Fieisz und Vermögen von Grund aus Neuerbaut und 
zu Ende besagten Jahres Gottlob in Frieden und ohne Unglück unter Tach gebracht. Der Herr sei ihr Schild und 
groszer Lohn; er bewahre allen Idingang und Ausgang von nun an bis in Ewigkeit. Amen. 
Am W estende des Daches sitzt ein grosser achteckiger Dachreiter mit mehrfach abgesetzter gesehweifter 
Haube. Ein )()l'6ll umziehen die Nord-, West- und Siidseite. deren edrehte (lurcheehende Stützen zu leich die 
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Decke trarren. An der Ostseite steht zwischen zwei Fenstern die Kanzel davor der Altar ohne Schranken. 
D 7 
Auf der Westem )0l'0 steht eine moderne Orcel.  
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Von der Ausstattung bietet allein die Tab. 308 abgebildete Kanzel Interesse. 
Von älteren mobilen Geriithen sind vorhanden: 
Zwei silberne Kelche mit einfachster Protilirun" ähnlich dem zu Hellstein. 
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Eine Ta uf ka n nc von ltothguss. ein schön protilirtes leider durch Putzen aller Schärfe beraubtes und 
xiclfach getlicktcs (iefäss vom Anfang des 16. Jahrhunderts. 
Die Tauf s c h iissel mit der gestanzten und nachgepunzten Darstellung; des heil. Georg. Die Rand- 
inschrift "iobt ausnalnnsiveise einen Sinn und wird i! (III Bit" 1.11 lCSen Sein. Allßll Sie ist durch Putzen 
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ganz verdorben.  309 giebt beide Taufgeriithe. 
"Zwei (Hocken hiintren in dem lhußhreiter, von denen 
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die kleinere aus der alten Jacobuscapclle iihernonnnen sein muss.  
Sie hat 0,53 unteren 0,251 oberen Durclnnesser, 046 Höhe und in sehr schlecht "BWOSSGIIOII Minuskeln die 
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Umschrift: 
o tbesus o mariea o bilf o got o 
o bedeutet ein sehiiii inodellirtes uynm- (lei in runder  und auf dem Feld ist ein kleiner 
Crueitixus ohne Kreuz mitgebracht. Die eckigen Bügel der Krone sind sehr selnvaeli, sodass einer bereits ab- 
gebrochen und in Eisen ergänzt ist. Der Ton ist sehr schon. 
l)ie grössere hat (160 unteren. 0,29 oberen Durchmesser und 0,52 Höhe mit der Umschrift:  
B" (IUSS MICH 
IOHANN 
IAHR 1720 
UNI) ANDRE SCHNEIDICWVINI) IN FFURT IM 
Udenhain. 
Dorf von 650 Einwohnern. 3112 Stunden nordöstlich von (ielnhausen. War im Mittelalter der Sitz eines 
kleinen Gerivhtes, gehört jetzt zum Amt Wiirliteißxliatwh, und ist Filial von Hellstein. 
Der Name zuerst 1331 als Udenhain (Udenhayn, Uodinhan und hen) vorkommend, ist nach Arnold 
p. 469 von einem Personennalnen (19) abzuleiten. Das Gericht Udenhain umfasste nach Landau (Wettereiha 
p. 138) die Orte: Hellstein, Srhlierbach, Spielberg, läreitenhom, Wittgenborn, Leisenwald, Streitberg, Helfersdorf, 
Neuenschmitten, Schächtelhurg. Waldensberg, Weiherhof und war Reichslehen, wie sich daraus ergiebt, dass 1331 
K. Ludwig den (trafen Luther v. Ystanburg beauftragt, das an die Grafen v. Weilnau verpfändete Gericht aus- 
zulösen, und nachher (ißonratl v. Trimberg, der dies ausgeführt hatte, mit dem Gericht helieh (Urk. II, p. 349 
bezw. 382). Später wird statt Udenhain Spielberg als (ieriehtsort genannt. Es ist deshalb auch möglich, dass
	        

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