Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

Fürstenberg 
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Kirche 
io., Filial von Goddelsheim. 
Kn der Westseite des Städtchens, nahe am Berghange stehend. 
Kirchenbücher ab 1711, z. 3. in der Pfarrei Goddelsheim. 
Ee^chichle. Die Kirche war dem hl. Michael geweiht. 1240 gab probst Ludolph von Schaa 
ken auf Veranlassung des Rbtes von Torvep den Einwohnern das Recht, den Pfarrer selbst 
zu wählen. Vieser mußte von Kloster Schaaken bestätigt werden. Den Patronat hatte Kloster 
Schaaken, nach der Reformation die Rbtissin des adligen Frauenstiftes daselbst. Rach Ruf 
hebung desselben 1848 Konsistorialpfarre. Die Kirche gehörte im Mittelalter zum Rrchidia- 
konat fforhusen (Niedermarsberg) und Bistum Paderborn. Zur Pfarrei gehörte ehemals als 
Filial Rhadern. Die Pfarrei ist jetzt unbesetzt, die Kirche z. 3t. Filial von Goddelsheim. — 
Kirche in spätromanischer Zeit, Rnf. 13. Ih., erbaut, hiervon Thor und Mauerwerk der Lang 
wände des Schiffes erhalten. Südliches Ehorfenster und Südportal gotisch, 14. Ih. Schiff nach 
starker Zerstörung im dreißigjährigen Kriege erneuert: aus dieser Zeit Fenstererweiterungen, 
Ivestmauer des Schiffes, Teile der Süd- und Nordwand, Balkendecke und Vachstuhl, von 
älterer Russtattung vor dem Kriege nur gotischer Taufstein und Kanzel (1584) erhalten. Er 
neuerung der Russtattung 1682 bis 1701. Der Kirchturm stand ursprünglich frei an der Gst- 
seite der Kirche und war aus Fachwerk. Der gegenwärtige wurde 1839 durch den Zimmer 
meister T. Vesper aus Münden neu errichtet. Zn der Kirche hatte die Filialgemeinde von 
Rhadern eigene Plätze und eine eigene Kirchentür an der Nordseite des Schiffes, die später zu 
gemauert wurde. Die von Eppe auf Reckenberg besaßen seit dem 16. Ih. einen eigenen Kir 
chenstand. 
Bestand 
Grundriß. (Rbb. 21). vom romanischen Bau ist der quadratische Dstchor erhalten. Die 
rechteckige Saalkirche, in ihrem Tharakter barock, ist noch zum großen Teil von dem Mauerwerk 
des romanischen Schiffes umschlossen. Dieses war auf mindestens zwei Joche angelegt und besaß 
für einen einschiffig überwölbten Raum eine ungewöhnliche Breite. Rnzeichen, die einen Schluß 
auf eine etwaige Mehrschiffigkeit der romanischen Rnlage gestatten, sind nicht vorhanden. 
Der Gstwand des Thores ist ein quadratischer Turm der Biedermeierzeit vorgelegt. 
5l u fr iß: Außeres. Sandsteinbau in wildem Bruchsteinmauerwerk, mit Guaderkanten. Der Taf. 2Z' 
Thor und die Gstwand des Schiffes über Schrägsockel. 
Thor: In der Nordwand ein hochliegendes romanisches Rundbogenfenster, in Schräglaibung 
aus Guaderwerk. Tin entsprechendes in der Gstwand ist vom Turm verdeckt und von dort aus 
zugesetzt. In der Südwand ein zweiteiliges Spitzbogenfenster in Schräglaibung aus Guader- 
werk, mit flach gekehltem Gewände,' Teilendigungen in Puppen, im Scheitelviereck Vierpaß 
mit Knollen an den Maßwerkspitzen. — Der Strebepfeiler gegen die Nordwand ist jünger:
	        

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