Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

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Deisfeld 
Deisfeld 
Dorf nördlich der Straße Rorbach—Brilon an der verbindungsstratze Rdorf-Eimelrod-Usseln. Haufendorf in Tallage 
am Einfluß des Limelroder Mühlbaches in die Diemel. 119 Einwohner. 
diueilen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1459. Landregister 1537 und 1541. — waldeckischer Unschlußvertrag. 
§ 5 Rbs. 3 in waldeck. Reg. Blatt 1928, S. 89. 
Literatur, w. Llassen 271. Ropp, Itter, 103. Reimer OB 85, varnhagen Mskr. 
Geschichte, veqsfelde (1388), vesfeld (1438), veeßfelde (1537) veizfeldt. — 
Deisfeld gehörte zum Rirchspiel Eimelrod. 1537 war es im Besitz der Waldecker Grafen und 
gehörte zum Gogericht Flechtdorf und Freistuhl Usseln. 1590 von den Grafen von Waldeck an 
Landgraf Ludwig von Evessen abgetreten und der Herrschaft Itter zugeteilt. Es gehörte seit 
dem zum 5lmt Vöhl. — 1585 16, 1742 und 1785 14 Wohnhäuser. — Bis 1866 gehörte v. 
zu Hessen-Darmstadt, dann zum preußischen Ureis Frankenberg. Beim klnschluß Waldecks an 
Preußen 1929 kam es zum Ureis des Eisenberges. 
Uapelle 
Lv., StfistJ von Eimelrod. Sie liegt aus einer Rnhöhe südlich über dem Dorf. 
Geschichte. Die Uapelle war Filial von Eimelrod. Sie wurde 1749 erbaut. Wiederherstel 
lung 1930. klus dieser Zeit auch der Giebelaufbau mit Glocke, sowie Wetterfahne. 
Bestand 
Grundriß: (Rbb. IO). Schlicht rechteckiger barocker Saal. 
Aufriß: Äußeres, putzbau, Ualkbruchstein mit Schie 
fer untermischt. In den Langwänden je ein Rundbogen 
fenster in Putzlaibung. Ein kleines Rechteckfenster in der 
Dstwand in Sandsteingewände. Desgl. die Eure in der 
Bordwand; im flachbogigen Sturz bez. 1749; benagelte 
Brettertüre. Dstgiebel in Fachwerk. Uber Westgiebel 
steinerne Glockenbrücke mit Flachgiebelabschluß, modern; 
Wetterfahne bez. 1930. Über Traufbrett Satteldach mit 
Gstwalm, in deutscher Schieferdeckung. 
Inneres. Schlichter Raum mit flacher Decke auf Mittel- 
unterzug. Fenster und Türe in Schräglaibung. Fußboden 
gedielt, wände und Decke geputzt und getüncht. Rehl- 
Rbb.io. Deisfeld. Grundriß der Rapelle. 1 - 200. balkendach mit hochliegender, nicht unterstützter Rehl- 
balkenlage und gesonderten Sparrenstützen. 
Ausstattung. Rltar in Blockform, mit mittelalterlicher Deckplatte aus Sandstein (L. 
1,30, Br. 0,71 m, an den vier Ecken je ein weihekreuz, in der Mitte mit Zement zuge. 
gossenes Sepulcrum).
	        

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