Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

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Die Wüstungen des Kretjes 
Lütken-Zchwalefeld 
Literatur. tzöhle 211 ff. varnhagen ®ròl. 1.52. 
Es lag bei Usseln. — LüttiKen schwalefeldt (1497), Lütken schwalefelde (1537), Lüttichen- 
Schwalefeld (1541). — 1497 Wüstung genannt. 1537 Wüstung und Lehngut der von viermün 
den. heute noch Flurname in der Gemarkung Schwalefeld. 
Meldinghausen 
Literatur. Höhle 214f. varnhagen Grdl. 1.53. 
Ls lag zwischen Giebringhausen und Rattlar vor der hohen Egge. — Meinboldinghusen 
(? 1255), MeldingKausen (1408). — 1255 wird ein Hermann v. RI. in einer Urkunde des 
Rlosters Bredelar genannt. 1408 ist der Zehnte zu RI. gräflich waldeckisches Lehen. 1537 
gehört ein Hof M. zu Giebringhausen. 
Mülhausen 
Literatur. Höhle 215ff. varnhagen Grdl. 1.53. 
Ls lag nördlich von Udorf. — Rlulhusen (1104), Rlulnhusen (1194), Rlulehusen (1320), 
Rlulhuß (1332—48), homulehuß (1348), homolhosen (1350), Mohlhusen (1379), Molhusen 
(1398), Mulhausen (1526), Mollhausen (1723). — 1104 schenkt Graf Lrpo von Padberg dem 
Rloster Flechtdorf sein Gut in M. 1194 bestätigt Erzbischof Udolf von Röln dem Kloster 
Flechtdorf seine Besitzungen in M. Im 13. und 14. Ih. kommt die adelige Familie v. M. als 
Bürger zu Marsberg und Rorbach und als Besitzer Lorveyscher Ministerialgüter vor. 1329 be 
lehnt der Übt von Lorvey die von Rhene mit einem Hof zu M., den vorher die von M. ge 
habt haben. 1332—48 war der Zehnte zu L. waldeckisches Lehen der v. Udorf. 1348 ver 
kaufen die von Padberg ihren Teil des Zehnten, den sie von den Grafen zu Waldeck als 
Lehen hatten, an die von Wellede. 1379 läßt Dietrich von Dalwigk dem Grafen von Ziegen 
hain seinen Hof zu M. zu Lehen auf. Im selben Jahr verzichtet Simon von Büren zugunsten 
des Rlosters Flechtdorf auf einen Hof zu M. 1398 schenken die von Dalwigk ihre Güter zu 
M. dem Rloster Bredelar. 1509 lauscht Stift Marsberg dem Rloster Bredelar zwei Hufen 
zu M. 1526 überläßt Rloster Bredelar seine Güter zu M. an die Grafen zu waldeck. 1723 
belehnt Rloster Torvey den hofrat v. huyssen mit zwei Höfen zu M., die vorher die von 
Rhene vom Stift zu Lehen gehabt haben. M. gehört heute zu den Gemarkungen von Udorf 
und Renegge. 
Nerbar 
Literatur, Höhle 217f. 
Ls lag im Umt Lichtenfels bei Münden an dem Flüßchen Uar. — Herbere (1298), Rerdern 
(1336), Rirdern (1373), Rerder (1473). — Line Familie de Rerdere kommt als Rorbacher Bür 
ger im 13. Ih. vor. Bei der Verpfändung des Umtes Lichtenfels von Stift Lorvey an den 
Grafen Otto von Waldeck im Jahre 1298 wird unter den Orten des Umtes auch Rerdere ge 
nannt. 1336 wird R. von Graf Heinrich von Waldeck an den Grafen Johann von Nassau 
verpfändet. 1373 haben die von Ense den halben Zehnten daselbst. 1473 wird bei der Be 
lehnung der von Dalwigk mit Schloß und Umt Lichtenfels durch die Waldecker Grafen unter 
den Ortschaften des Umtes R. als Wüstung genannt. Den „Rerderzehnten" besaßen später 
die von Dalwigk zu Tampf. R. gehört jetzt zur Gemarkung Münden. 
Nordeck 
Literatur, Höhle 218f. varnhagen Grdl.l.54. 
Es lag bei Renegge. — Rortvic (1104), Rordecke (1427), Rordeck (1541). — 1104 wurde N. 
von Graf Erpo von Padberg dem Rloster Flechtdorf geschenkt. 1427 verkaufen die von Pad 
berg dem Rloster Flechtdorf ein Gut daselbst. 1541 gehört ein viertel des Zehnten den Wal 
decker Grafen, drei viertel der Rirche St. Johann zu Udorf.
	        

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