Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

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Niederense 
weilig zugeteilt. — Kirche romanisch, 12. Ih- Thor ursprünglich gewölbt, nach dem sieben 
jährigen Kriege wurden die Gewölbe herausgebrochen. Gotische Portale und Fenster 14. Hh. 
Umbau der Kirche 1566/67. 1750 Westportal erneuert. Turm 1566 erneuert. Nach einer Zer 
störung im dreißigjährigen Kriege wurde der Kirchturm 1685 wiederhergestellt. In der Kirche 
befanden sich früher noch Grabdenkmäler eines von Grafschaft und eines Waldecker Grafen. 
Bestand. 
Grundriß. (Rbb. 58). Nuf zwei Joche angelegtes Schiff mit quadratischem Gstchor, ro 
manisch. (Quadratischer Westturm, möglicherweise etwas jünger. 
klbb. 58. Niederense, Grundriß der Kirche. 1:200 
Taf. 92* 
Aufriß: Außeres. Unverputzter Kalksteinbau. Der Chor aus unregelmäßigem Tuader- 
werk, über Schrägsockel. Rundbogige Fenster in Schräglaibung, das südliche nach unten ver 
längert. Im verputzten Giebelfeld rechteckiges Fenster. In großer höhe angebracht mehrere 
plastische Köpfe, männliche und weibliche, z. T. mit Kränchen. 
Schiff. 6us gleichem Material wie der Lhor. In den Langwänden je zwei 
— iw I hochliegende Rundbogenfenster. Die der Südseite in schräger Tuaderlaibung, 
y das westliche mit rechteckigem, gefastem Gewände. Rn den Nordfenstern ist die 
VJ Rußenlaibung bis auf einen geringen Rest zu der inneren hinzugezogen,' das 
I östliche Fenster auch nach unten hin erweitert. Spitzbogentüren mit in Wulst 
B I und Kehle profiliertem Gewände (Rbb. 59): die südliche vermauert. Zum Dst- 
■J joch im Süden ein Halbkreisfenster mit gefastem Ge- 
Ubb. 5y. wände, im Scheitel bez. (1567). Steiles Satteldach 
Niederense,Kirche, in deutscher Schieferdeckung: hohe, gegiebelte Dach 
profil des Tür- fenster. 
gewändes. l: 20 T u r m. Schlankes, ungegliedert aufsteigendes Mas 
siv aus in Zement verfugten kleinen Quadern bzw. 
Bruchsteinen, mit Gisenklammern. Guaderkanten. Ein 
Duader der Nordwestkante bez. (1566). Westtüre in recht 
eckigem, in der Fläche in Platte, Kehle, Plättchen und 
Wulst profiliertem Gewände, bez. 1750. Rn der Südseite 
rechteckige Luken in gefastem Gewände. Im dritten (Ober 
geschoß die ehemaligen Schallöffnungen. Die an der Nord 
seite in gedrücktem Rundbogen geschlossen, mit hineingestellter rundbogiger voppelarkade, halb 
vermauert. Der verjüngte Schaft der Zwischensäulchen trägt über einem halsring mit oberem 
Plättchen ein kegelstumpfförmiges Kapitell mit „Lcksporen" unter der quadratischen Deckplatte. 
Im Süden zwei spitzbogige Voppelöffnungen mit vierkantigen, gefasten Zwischenpfeilern: dein 
der westlichen Rrkade ist außen ein halbsäulchen aufgelegt: das rohe Kapitell aus der wür-
	        

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