Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

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K o r b a d) 
Me ganze Breite des 3nnenraumes einnehmenden schlanken Spitzbogen geöffnet. Sn den drei 
obersten Geschossen Schießschlitze mit innerer Lchräglaibung. Uber den Geschossen jeweils innerer 
Mauerrücksprung. — In diesem Abschnitt sind auf die Innenmauer verschiedentlich die Giebel 
kleiner angebauter Däuser aufgesetzt. In der Zwingermauer Schlitzscharten in verschiedener 
Höhenlage. — stm ehemaligen Lengefelder Tore ist der Torweg von Torpfeilern 
(LI?. 19. Ih.) flankiert, von hier aus verläuft die Mauer nach Norden. Im folgenden Abschnitt 
an der Hauptmauer (Mauerstärke hier 1,80 m) drei Schalentürme. Der erste zum großen 
Teile verschüttet. Der zweite im Grundriß von der Form einer halben Spindel - im Untergeschoß 
Schlüsselscharten, die mittlere auf der scharfen Außenkante sitzend, im Obergeschoß Schlitz 
scharten,- ihre Sohlbank und seitlichen Gewände gefast. An der Stadtseite ist der Turm mit einem 
großen Rundbogen geöffnet. Im Inneren Mauerabsatz für Zwischendecke, oberer Abschluß 
durch lsalbkuppelgewölbe. Die Scharten in Schräglaibung. Der dritte Turm (Roter Turm) 
mit Schlüsselscharten in zwei Geschossen, mit gegen das stadtseitig angebaute Steinhaus Ascher 
ITr. 14 gelehntem halbem Zeltdach. Gegen den anschließenden Mauerteil Stützpfeiler. — Im 
«Taf. 39' Nordwesten der Rikolaikirche der Herrschaftliche Turm (Abb. 37). Tr ist jetzt in den mo- 
6bb. 37. Norbach, herrschaftlicher Turm, Grundriß und Schnitt. 1:200 
dernen lvohnbau Hagenstr. Nr. 3 einbezogen. Mächtiges Massiv von vier Stockwerken. An 
der Feldseite springt der Turm in Hufeisenform vor die flucht der inneren Stadtmauer, in den 
drei untersten Geschossen eine scharfkantige Vorlage. Schießscharten von liegender Form, ihre 
Schräglaibung außen gerade, innen mit Flachbogen abgeschlossen. Im untersten Geschoß liegt eine 
Scharte auf der scharfen Kante der Vorlage. Das oberste Geschoß, in dem allein alle Schar 
ten unberührt sind, über Konsolkranz wenig auskragend. An der Stadtseite springt der Turm 
in Segmentsorm aus der Stadtmauerflucht zurück. In halber Höhe Wehrgang auf kräftigem 
Mauerabsatz, um dessen Breite der Turm hier im Oberteil verjüngt ist. Der Wehrgang über 
Konsolen auskragend,- ebensolche als Auflager für sein Dach. von hier Zugang zum Inneren 
mit flachbogigem, gefastem Gewände. Darunter, zum Erdgeschoß führend, breite rundbogige 
Türe, zu Fenster umgewandelt. Über ihr, über einem Ouergesims, Inschrifttafel in erhabenen 
Minuskeln bez. anno domini mcccccv (1505). Die Innenräume von nahezu kreisrundem 
Grundriß. Zwischen erstem und zweitem und zwischen drittem und viertem Geschoß Mauer 
treppen. Zwischen zweitem und drittem Geschoß flache Wölbdecke. Das Dach und die großen 
Fenstereinbrüche modern. Der Turm gehörte zum gräflichen Schloß (vgl. oberer Herrenhof). — 
Zhm gegenüber, am erneuten Ansatz der zwischen den beiden Türmen unterbrochenen Innen-
	        

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