Full text: Kreis des Eisenberges (N.F., Bd. 3)

K o r b a d) 
105 
stark, aus grobem Guaderwerk) Schlitzscharten. Ruf Mauerkrone Spaltstück eines an dieser 
Stelle vermauert gewesenen (Quaders mit vertiefter Inschrift in vertiefter Blende, bez.: 
DNI 1554. — Luser Tor. cttn Hauptmauerdurchbruch im westlichen Pfeiler in Gua- Taf.zy' 
der gemeißelte Inschrift: I. V. v. M. I. H. 1633. Die Durchfahrt durch die Zwingermauer 
flankiert von zwei barocken Torpfeilern in Werkstein. Westlich anschließend, in Flucht mit 
5lußenseite der Zwingermauer, ein Torgang (2,03 m Spannweite), von innen zugesetzt. Die an 
schließende Bundbogenvorlage und die Terrasse darüber modern. Im neuen Mauerwerk eingesetzt 
ein der Überlieferung nach vom alten Torbau stammender rechteckiger Wappenstein, spät 
gotisch: in gekehlter Blende mit halbem Vierpaßabschluß ein schrägliegender erhabener Spitz 
schild mit erhabenem Korbacher Wappen. 3. T. zerstörte Umschrift in gotischen Minuskeln, zu 
lesen als: sanctus kilianus anno domini mccccxnn (1414), in vigilia ascentionis 
Heben dem vermauerten Durchgang ein nach außen vortretender Rundturm aus rohen Sund- 
steinquadern bzw. steinsichtig verputztem Bruchstein. Über massivem Unterbau zwei Stock 
werke oberhalb der Stadlmauerkrone. Das erste mit Schlitzscharten, das obere, über eine von der 
Mauerkrone aus an der Stadtseite außen herum geführte Steintreppe zugänglich, mit schmalen 
Fensterchen. Gesimsplatte. Rchtseitige Haube in deutscher Schieferdeckung. Die Treppe zur 
Terrasse modern. — Weiter westlich Stumpf eines Schalenturms mit Schlitzscharten. Gegenüber an 
Kbb. 36. Uorbach, Thülenturm, Grundriß der fünf Geschosse, l :200 
der Innenmauer Lrkerkonsolen in Form des 16. Ih. Weiter westlich bezeichnet in der haupt- 
mauer ein scharfer Knick nach außen den Rnsatz der Neustadtmauer an die ehemals die alte 
Flucht fortsetzende Mauer der Rltstadt. Rn einem Gegenknick Schalenturm mit Lochscharten 
und in einem zweiten Geschoß mit Schlüsselscharten. Im folgenden Abschnitt der Hauptmauer, im 
Westen der Stadt, der sogen. Thülenturm (Rbb. 36), in etwas verringerter höhe erhalten. Taf. zy' 
Im Grundriß mit gestelztem Halbkreis nach außen und im Rechteck nach innen vortretend, hoch 
ragendes Massiv aus breit gefugten Kalksteinblöcken. Fünf Stockwerke. Im Erdgeschoß ein 
mit Rundbogentonne überwölbtes verlies mit hochliegender, rechteckiger Linstiegöffnung an 
der Stadtseite. Das zweite Geschoß in höhe des Wehrganges. Nach diesem hin zwei rund- 
bogige Mauerdurchlässe. Rn der Stadtseite ist dieses und das folgende Geschoß durch einen
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.