Full text: Kreis Wolfhagen (N.F., Bd. 1)

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Ehlen 
unmittelbar am Rande des Grabens, an der Nordseite das 
Taf. 22 * Herrenhaus, bez. 1660; über länglichem Rechteck. Sandstein- 
sockel, massives Erdgeschoß von Lehmfteinen (lufttrockenen Zie 
geln), zwei Obergeschosse in übergesetztem 8achwerk mit schlich 
ter Stab- und Lehlprofilierung in Schwell- und 8üllhölzcrn. 
Erdgeschoß allseitig, Obergeschosse an der Süd- und Ostseite 
verputzt, an der Westseite verschalt, an der Nordseite vcrschiefert. 
Unregelmäßig verteilte Rechteckfenster mit schlicht profilierten 
Holzbekleidungen und Ialousieklappläden. Walmdach, an beiden 
Enden flankiert von durchstoßenden Zwerchhäusern, die an der 
Südseite als Drcieckgiebcl, an der Nordseite als Giebel mit Lrüp- 
pelwalm endigen. Biberschwanzdoppeldeckung. In der Mitte 
der Hauptdachfläche an der Südseite großes, halbrundes Dach 
fenster. An der Nordseite späterer Anbau in voller Gcbäudehöhe. 
Moderner Türeinbau an derSüdseite.An derOstseite moderner Anbau aus altem Baustoff. ImArchiv 
Handschrift: „Llofter Hasungen und Bodenhausen, 1842. Gewidmet dem Staatsminifter Ger 
hard von Motz und dem 8orstmeifter Philipp von Motz." Enthält u. a. eine Geschichte des Llofters 
Hasungen, Llosterordnung, Abtstafel von 1122 bis 1528. Zeichnung des Lloftersiegels, Lageplan 
Taf. 14 1 u. 3> der Lirchc und Llostergebäude. Zeichnung eines Grabmals. Zeichnung der Llostergebäude mit Lust 
garten. 
Stallgebäude an der Westseite des Hofes. Der Nordteil 8achwerk, in den unteren Gefachen mit 
Bruchfteinausmauerung. Der Südteil aus groben Sandsteinquadern, mit Werkfteineinfassung der 
Rcchteckfenfter. Die Hofseite verputzt, zum Teil in Backsteinmauerwerk erneuert. Satteldach, an 
Hofseite mit Pfannen, an der Grabenseite mit 8alzziegeln gedeckt. 
Taf. 7 1 Torhaus, vor dem Südgiebel des Stallgebäudes, hinter der Brücke an der Südseite des Hofes. 
8achwerk, nur an der Außenseite Erdgeschoß massiv; mit Ausnahme des 8achwerks an der Außen 
seite verputzt. Zwei Stockwerke einnehmende Mittcldurchfahrt, an der Außenseite mit gcquadcrter 
Wcrksteinumrahmung. Im Schlußstein des Rundbogens bez. 1649. Gebälksims mit 8lachgiebel- 
aufsatz. Jm geputzten Giebelfeld Wappentafel der 8amilie von Motz (2 gekreuzte Doppelhämmer 
mit Lilie in oberer Mitte), bez. „renoviert 1834", Sandstein. Halb zugemauerte gekuppelte 8en- 
fter, profiliert in Plättchen und Larnies. Sandstein-Gurtgesims aus Platte und Viertelstabwulst. 
Satteldach mit Biberschwanzdeckung. Über der Mitte reizvoller Uhrturm, verschindelt: Über vier 
seitigem Unterbau mit geschweiftem Walmdach schlanker, vierseitiger Aufsatz mit Lcklisenen, Rund- 
bogcnöffnungen mit Pilasterrahmung, flaches Pyramidendach mit Schieferdeckung. 
Nördlich des Torhauses Scheune von 1850. Übergesetztes 8achwerk mit Backsteinausmauerung. 
Lrüppclwalmdach mit Biberschwanzdoppeldeckung. 
Inmitten des Hofes ein Brunnen in Sandsteinfassung, mit abgerundeten Schmalseiten. 
Pacht er haus 
vor der Brücke an der Ostseite der Zufahrt. Llassiziftischer putzbau mit Sandsteinsockel, Sandftrin- 
gurtgesims aus Platte und kleinem Larnies. Gequaderte putzlisenen fassen die Lanten und flanp 
Ehren die mittleren der fünf Ansterachscn an den Langseiten. Rechtcckfenster mit fein profilierten 
Sandfteinumrahmungen. Drei Ansterachsen an den Schmalseiten, z. T. zugesetzt. In der Mitte 
Abb. Zf. Dodenhausen, Zustand um zroo. 
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