Full text: Kreis Wolfhagen (N.F., Bd. 1)

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Breuna 
2Gedenktafelna) aus Holz, weiß auf Schwarz gemalt, gerahmt; für 1870/71. b) aus Holz, 
geölt. Namen schwarz gemalt, gerahmt; für 1914/18. 
Taf. 17* Epitaph des Eckbracht von der Malsburg (fürstlich-hessischer geheimer Rat, Verweser der 
adeligen Stifter in Hessen; gest. 8. Iuni 1609), aus Sandstein, bemalt (H. 5 m, Br. 3 m). 
Von Antonius Herber. Im Mittelfeld, gerahmt von 2 korinthischen Säulen, in Lebensgröße 
(Relief) Eckbracht v. d. M. und seine 8rau Anna geb. von Plettenberg mit 8 Söhnen und 7 Töch 
tern, seitlich der Säulen und am Gebälk die 32 Ahnenwappen. Die Säulen ruhen auf Ronsolen, 
zwischen den Ronsolen Grabschrift- und über dem Gebälk Spruchtafel (Rapitale Gold auf Schwarz). 
Durchbrochener Giebel als Abschluß. Roll- und Beschlagwcrkornamentik. Um 1610. 
In der Malsburg-Lanftcin'schcn Gruftkapclle: 
a) Wandgrab für Hermann von der Malsburg (gest. 3. Dezember 1636, begraben zu Rassel 
in der 8reiheiter Rirche; „Erbsas auf Lahr fürstlich hessischer Geheimer Raht und Stathalter 
Obcrvorsteher der adeligen Stifter in Hessen"). Sandstein, bemalt (H. ca. 5 m, Br. 2,80 m). 
1662 gestiftet nach der Sockelinschrift von dem überlebenden Sohne und 4 Töchtern. Besteht aus 
drei Zonen: 1) Sockel mit der Widmungsinschrift. 2) Große Grabschrifttafel, gerahmt von 2 Pi 
lastern, auf denen je 6 Ahnenwappen im Relief sich befinden. Auf dem Gebälk Bibelspruch und 
Wappen Malsburg und Canstein; seitlich der Pilaster Rollwerkohren, die unten noch je 1 Wappen 
tragen. 3) Auferftehungsszene mit Dreieckgiebelabschluß. Alle Inschriften in vertiefter Rapitale, 
Gold auf schwarzem Grunde. Nach der Grabschrift ist das Denkmal ferner gewidmet der Ehefrau 
Anna, geb. von Canstein (gest. 13. Ianuar 1638 in Laar, bestattet in Breuna) und deren 11 Lindern. 
Taf. 15» b) w a n d g r a b für Hermann und Iürgen 8riedrich v. d. Malsburg (H. 2,20 m, Br. 1,30 m). 
In Sandfteinumrahmung Bronzetafel (H. 1,35 m, Br. 0,94 m; 1631 von Gottfried Röhler 
in Rassel gegossen) mit Grabschrist in erhabener Faktur (blank gerieben, auf geschwärztem 
Grunde). Die Schrifttaselumrahmung besteht aus Sockel mit Inschrift, 2 Pilastern und geradem 
Gcsimsabschluß. Inschrift am Sockel (vertiefte Rapitale, Gold auf schwarzem Grunde) „weil 
diese Tafsel wegen damaligen und bis dahero gewehrten Rriegswesen an der Wahlstadt nicht ge- 
sctzet als ist auf Anordnung der Entleibten 8reunde sie dieselbe hier her gesetzet worden". Die beiden 
Brüder von der Malsburg wurden am 21. 7. 1623 im Dorfe wambecke ermordet, 
c) 2 8 igürchen aus Lindenholz, alte 8assung (H. 0,85 m). Weibliche Allegorien, Reste eines 
Grabmals. 8üße und Arme fehlen zum Teil. 17. Ih. 
8 riedhof 
Am südöstlichen Dorfausgang. Als Umfriedigung Bruchsteinmauer. 
a) Schrifttafel aus Sandstein, eingemauert rechts des Tores (H. 0,58 m, Br. 0,66 m), um 
1597. „Zur Zeit der Pestilenz anno 1597 sind auf diesem Gottesacker 375 Personen begraben wor 
den" (eingehauene Minuskclfraktur). 
b) Schrifttafel als Rollwcrkkartusche, eingemauert rechts des Tores; Sandstein (H. 0,50 m, 
Br. 1,05 m). Bibelspruch in eingchauener 8raktur. 16. Ih. 
c) Grabstein für Heinrich Mordian Schotten, gest. 1668. Sandstein (H. 2 m, Br. 1,20 m). 
Mit Umschrift und im Mittelfeld mit Inschrifttafel (in eingchauener Rapitale). In Relief 2 Wap 
pen: Schotten und pfannkuch. 
d) Wandgrab für eine 8amilie Schotten. Sandstein (H. 2,10 m). Im Mittelfeld Schrifttafel 
mit verwitterter Inschrift, darüber Relieffigürchen: Ehepaar mit 2 Söhnen und 3 Töchtern, in den
	        

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