Full text: 70 Jahre Flugplatz Fritzlar 1938 - 2008

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Die Verfügungsräume in solchen Übungen 
lagen grundsätzlich im freien Gelände, 
selten in militärischen Liegenschaften. 
Einheiten und Stäbe waren in Dorfgemein-
schaftshäusern, Gastwirtschaften, Sport-
heimen, Schulen usw. untergebracht, die 
Hubschrauber auf Wiesen und Feldern, die 
Luftfahrzeuginstandsetzung in optimierten 
Scheunen (links) oder ähnlichen Proviso-
rien. Der Höhepunkt der jährlichen Groß-
übungen war immer eine komplex ange-
legte Luftlandeoperation, bei der mit allen 
klaren Transporthubschraubern  eines 
Korps, das  waren nicht selten 30 LTH und 
20 MTH, ein Fallschirmjägerbataillon in 
mehreren Wellen in  seinen neuen Einsatzraum geflogen wurde. Das Bilden von Groß-
formationen war damals noch üblich, führte jedoch häufig zu kuriosen Situationen, bei  
 
denen der Staffelkapitän 
oft schon weit hinter dem 
Landeraum am Abflug-
punkt war, während die 
Masse der Staffel ihre 
Ladung „Psychos“ noch 
entlud und die letzten 
Maschinen erst im Anflug 
auf ihren Landeplatz waren 
und er dann über Funk 
anfragte: „Wo bleibt ihr 
Flachschippen denn?“
	        

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