Title:
70 Jahre Flugplatz Fritzlar 1938 - 2008
Creator:
Preuß, Jürgen Wikipedia
Shelf mark:
35 Hass 2009 A 2196
PURL:
https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1336652789240/21/
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Unter den Besch�ftigten war auch Max Barta, ein sudetendeutscher K�nstler, Werbe-  
und Gebrauchsgrafiker, der sp�ter �R�bezahl vom Wartberg� genannt wurde. Barta 
wurde kriegsbedingt als Techniker zu den Dessauer Junkerswerken und 1942 zur 
Au�enstelle nach Fritzlar zwangsverpflichtet. Hier lernte er seine Frau Antonnie kennen, 
mit der er nach dem Krieg in einem kleinen Haus am S�dhang des Wartbergs bei 
Kirchberg ein K�nstleratelier mit Ausschank betrieb. Es wird berichtet, dass Barta 
h�ufig Themenwagen f�r 
Karnevalsumz�ge dekoriert hat. 
Das Haus am Wartberg ist in 
topographischen Karten mit der 
Bezeichnung �R�bezahl� 
dargestellt. Die Familie A. Ludwig 
aus Fritzlar betreute in sp�teren 
Jahren die Bartas, ihr Haus wurde in 
den Besitz der Diakonie als 
Freizeiteinrichtung f�r Jugendliche 
�berf�hrt. 
 
17. Mai 1943 Eder-Flutkatastrophe 
Im Mai 1943 ersch�ttert ein spektakul�r dramatisches Kriegsereignis  das untere Edertal 
und seine Menschen. In der Nacht auf den 17. Mai greifen britische Lancaster-Bomber 
mit Rollbomben die M�hne-, Sorpe- 
und Eder-Staumauern im Tiefflug 
an. Die Eder-Sperrmauer wird nach 
einem etwa eine Stunde dauernden 
Angriff um 02:12 Uhr getroffen. 
Durch eine 70 Meter breite und 20 
Meter tiefe L�cke ergie�en sich die 
Wassermassen in das Edertal. Die 
Ortschaften von Hemfurth bis hin in 
den Raum Kassel werden verw�stet 
oder schwer besch�digt. 47 Men-
schen kommen in den Fluten ums 
Leben. Die milit�rtechnische und 
fliegerische �Meisterleistung� bleibt trotz der angerichteten Sch�den an Stra�en, 
Br�cken und Bahnlinien jedoch f�r den Krieg ohne entscheidende Auswirkungen.