Full text: 70 Jahre Flugplatz Fritzlar 1938 - 2008

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Unter den Beschäftigten war auch Max Barta, ein sudetendeutscher Künstler, Werbe-  
und Gebrauchsgrafiker, der später „Rübezahl vom Wartberg“ genannt wurde. Barta 
wurde kriegsbedingt als Techniker zu den Dessauer Junkerswerken und 1942 zur 
Außenstelle nach Fritzlar zwangsverpflichtet. Hier lernte er seine Frau Antonnie kennen, 
mit der er nach dem Krieg in einem kleinen Haus am Südhang des Wartbergs bei 
Kirchberg ein Künstleratelier mit Ausschank betrieb. Es wird berichtet, dass Barta 
häufig Themenwagen für 
Karnevalsumzüge dekoriert hat. 
Das Haus am Wartberg ist in 
topographischen Karten mit der 
Bezeichnung „Rübezahl“ 
dargestellt. Die Familie A. Ludwig 
aus Fritzlar betreute in späteren 
Jahren die Bartas, ihr Haus wurde in 
den Besitz der Diakonie als 
Freizeiteinrichtung für Jugendliche 
überführt. 
 
17. Mai 1943 Eder-Flutkatastrophe 
Im Mai 1943 erschüttert ein spektakulär dramatisches Kriegsereignis  das untere Edertal 
und seine Menschen. In der Nacht auf den 17. Mai greifen britische Lancaster-Bomber 
mit Rollbomben die Möhne-, Sorpe- 
und Eder-Staumauern im Tiefflug 
an. Die Eder-Sperrmauer wird nach 
einem etwa eine Stunde dauernden 
Angriff um 02:12 Uhr getroffen. 
Durch eine 70 Meter breite und 20 
Meter tiefe Lücke ergießen sich die 
Wassermassen in das Edertal. Die 
Ortschaften von Hemfurth bis hin in 
den Raum Kassel werden verwüstet 
oder schwer beschädigt. 47 Men-
schen kommen in den Fluten ums 
Leben. Die militärtechnische und 
fliegerische „Meisterleistung“ bleibt trotz der angerichteten Schäden an Straßen, 
Brücken und Bahnlinien jedoch für den Krieg ohne entscheidende Auswirkungen.
        

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