Full text: Manuscripta musica

51 q v 
Johann Stolle: Cantate domino 
Stimmen - 10 BI - 34x21 - 1640-50? 
Foliierung modern 165-174. Bl 165 und 174 alter hessischer Umschlag, jetzt getrennt. alle BI nur einseitig be- 
schriftet und mit Knickspuren - zwei Hände (Notenteil und Umschlag) ' orthochronische Notation mit mögli- 
cherweise nachgetragenen Taktstrichen. 
l65' Cantate Domino etc. ä 8. JSC. 
166' u.ö. A 8 ISC. 
Der Notenteil besitzt ein Wasserzeichen vom Typus Lilienwappen mit Monogramm WR. der der Form am näch- 
sten kommende Typus ist bei PICCARD, Wasserzeichen Lilie, ll Nr. 1328 in Heidelberg 1645 belegt. Der Umschlag 
weist eine hessische Papiermarke vom Typ steigender Löwe im Wappen mit Monogramm CZ vor, belegt Mar- 
burgStA Allendorf 3427122, datiert 24. Aug. 1654. 
Schon EITNERQ löst das Monogramm ISC mit Johann Stolle Caligienswls auf, was von der späteren Forschung 
übernommen wurde. Stolle wurde ca. 1566 in CalbelSachsen geboren und starb am 25. Okt. 1614 in Weimar. Ge- 
gen eine Entstehung der Abschrift. wie MÜSEL vorschlägt, nach 1604 und vor 1614 spricht sowohl der Papicrmar- 
kenbefund als auch der Umstand. daß die Hs im lnventarium von 1638 nicht eindeutig nachgewiesen werden 
kann. 
ALBRECHT MÜSEL. Der mitteldeutsche Kantor und Hofkapellmeister Johann Stolle (um 1566 bis 1614). Leben 
und Schaffen. Köln-Wien 1970 (Mitteldeutsche Forschungen 61), bes. S. 151. ISRAEL, 33 
JOHANN STOLLEZ Cantate domino 
Canro lmi Chor: Canto Zdi Chor: Alto lmi Chor: alle übrigen Stimmen tragen keine Bezeichnung: Alt. Tenor 
1-2. Baß l-2: T Ps 95. l-2. Text nur in den bezeichneten Stimmen, alle übrigen Stimmen ohne Text. 
 
51r 
Giovanni Rovetta: Beatus vir 
Stimmen - 7 Bl - 33,5 x20,5 - Kassel - 1659-61 
Foliierung modern 175- 181. Bl 175-176 Doppelbl. originaler Umschlag - gleiche Hand wie 51 p, ebenfalls Nach- 
träge mit grüner Tinte - orthochronische Notation ohne Takt- und Abteilungsstriche. 
l75' Beatus Vir. qui timet Dominum ä 5. 2 Violin. C. T B. di Rovetta. 
Die Hs besitzt keine Papiermarke. Da sie jedoch von der gleichen Hand wie 51 p geschrieben und mit den glei- 
chen Nachträgen versehen wurde. dürfte sie zur gleichen Zeit entstanden sein. Außerdem folgt die Musik der 
gleichen Problemstellung wie diejenige CASATIS. dem extensiven Gebrauch des Basso ostinato. 
MOORE I. 45. ISRAEL 55 
GIOVANNI ROVETTAI Bearus vir qui timet dominum 
COHIÜHHIS. Camus. Tenor. Bassus. Violino Imo. Violino 2:10: T Ps lll mit Doxologie: K RISM R 2971 (Venedig. 
Vincenti. 1642)
	        

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