Full text: Bucheinbände des XV. bis XVIII. Jahrhunderts

Das Buch 
vor dem heutigen Einband nach 1645 
Einband : 
Starke Pappe, 
190.60 
weissem 
in den Händen zweier Besitzer gewesen und zwar in Würzburg, 
WO es auch wohl umgebunden ist, Das Wasserzeichen des Vor- 
satzpapiers ist STWM in einem Rahmen. 
Einband: Pappe mit gewöhnl. lohgarem Kalbleder, 170, 
240. E27 mm. 5 Seilbunde und Fitz, Capitäl an einem auf den 
Deckeln angeklebten Leinenbandstreif mit weissem und blauem 
Zwirn in langen Stichen umnäht. Der Band legt sich bei grosser 
Festigkeit sehr gut auf. Goldschnitt. 2 Bindebänder. 
Decoration: Golddruck mit Rollen, wobei die äussere eine 
Atlas überzogen, auf welchem in Reliefstickerei (bis 6 mm hoch!) 
ein Barockrahmen aus Goldfaden etc. liegt. Darin steht eine 
in buntem Seidenplattstich gestickte Figur, deren Gewandfarben 
(wiebei der Glasmalerei) mit starken Contouren aus cordonnir- 
ten Goldfäden umzogen sind. 
Der äussere Grund ist mit Silber- 
Umbildung des alten gothischen Laubstabes darstellt, im inner- 
sten Feld um einen „geschliffenen Stein" in Imitation ein aus 
Theilstempeln gebildetes Mittelstück und desgleichen Ecken 
Der Stempel mit Krone erinnert an den Casseler Band XXXIX. 
Das Gold ist bis auf Spuren in Folge des wohl fettigen Leders 
verschwunden. 
Tafel XXX,B. 
flittern, der innere mit feinen Drahtröllchen benäht. In Capsel 
mit Buntpapier bezogen. Die Veranlassung zu dieser reichen 
aber ganz und gar für einen Einband unpassenden Ausstattung 
ist nicht zu ermitteln. Es wird ein Hofgeschenk sein, welches 
jedenfalls nach dem Styl des Figürlichen in England angefer- 
tigt ist. 
Tafel XXXILB. 
QES HEILIGEN RÖMISCHEN REICHS . 
genealogischer Kalender für 1765. 
Frankfurt alM. 1765. 
DE 
CHERBURY, 
veritate 
Auü. 
London 
16'33- 
Cassel, log. met. 40 22. 
Vorsatz und Werk haben verwandte Wasserzeichen. 
Giessen, G. 10, 7 30 (früher: „bibl. aulica Darmstß). 
Einband: Dünne Pappe mit rosafarbigem Atlas. klein 80. 
Vorsatz grüner Atlas, glatter Goldschnitt. e 
Stickerei in. Gold und Silber mit dem Landgräüichen Na- 
menszug und dem hessischen Löwen. 
Einband: Pappe mit rothbraunem Maroquin, 235, 180. 2. 
Heftung mit 4 Bünden aus flachen, nicht vertretenden Riemchen 
und 3 aufgeleimte breite Pergamentstreifen, Capitäl auf Perga- 
mentstreif (P) mit grüngelber Seide umstochen, schmale, grüne 
Bindebänder, glatter Goldschnitt. 
Decoration: Die abgebildete mit Einzelstempeln hergestellte 
in vorzüglicher Vergoldung. Der Rücken ist mit, einer Reihe 
Bogenrauten besetzt, in denen und den entstandenen Halbkrei- 
T afel 
XXXIII. 
THE 
HOLY 
BIBLE. 
Oxford 
1680. 
Cassel, Bibl. angl. fol. l. 
Einband: Starke geklebte Pappe mit schwarzem Maroquin. 
7 Doppelseilbunde, glatter Goldschnitt, 510, 315 . 95 mm. 
Decoration: Für die Ecken und die beiden schmalen inneren 
Rahmen ist isabellenfarbiges, 
für das Miftelfeld 
sen Blümchen stehen. 
Die Verwendung der nach französischem Vorbild (Eve) ge- 
schnittenen Stempel ist trotz ungenauer Ausführung von In- 
teresse, da der Einband wahrscheinlich ein englischer ist. Eine 
Verwendung der „Fanfarren" in dieser Weise scheint mir noch 
nicht publicirt zu sein. 
runden Rahmen angefügten Ecken rothes Leder aufgelegt, resp. 
eingesetzt und mit feinstem blatt- und blüthenreichem Filigran- 
ornament bedruckt. 
Eine Borte aus gleichem Rankenwerk um- 
zieht das Ganze. Das sehr complicirt erscheinende Werk ist 
mit nur wenigen kleinen und kleinsten Stempeln hergestellt und 
sehr sauber und 
accurat 
ausgeführt. 
Auch der breite Rücken 
Tafel XXXI. 
 
ist reich und zwar in 2 Mustern verziert, in denen auch Stengel 
FOREST OF VARIETIES 
(3n0I1ym)' 
von einem andern Filigransatz mit geperlten Ranken ohne 
London 
Blätter vorkommen, sowie lange Blattstengel, die aus einzelnen 
Cassel, poet. angl. fol. 1. 
Einband: Pappe mit dunkelgrünem Maroquin, 280, x85 . 30 
mm, abger. rothe Bindebänder, glatter Goldschnitt. 
Bünde wie an Tafel XXX. 
Theilen zusammengesetzt sind. Das in dem englischen Kunst- 
handwerk schon früh auftretende Streben nach „finish" ver- 
leugnet sich auch in diesen scharf und 
Stempeln und ihrer Verwendung nicht: 
accurat geschnittenen 
Der Band ist leider 
stark verrieben und zerstossen. 
Decoration, in gutem Golddruck aus Rollenrahmen und 
eiuzelstehenden vielerlei Stempelchen in origineller aber un- 
schöner Weise hergestellt. Die geradlinigen Theile des sym- 
metrischen Mittelstückes sind mit einem für eine Fächerrosette 
Tafel 
XXXIV,A. 
bestimmten Sectorstempel (cf. Taf. XXV) 
ebenfalls englischen Ursprungs zu sein. 
gedruckt. 
Scheint 
JUGULUM CAUSAE seu  ratio 
doctrinae Romanensium complexus 
per quam 
et unä 
Papa 
evertuntur. 
Tafel 
XXXII, A 
juxta 
exemplar 
Londinense 
1671. 
HOOKER, 
of the Laws of ecclesiastical 
London 1636. 
politic. 
Cassel, theol. dogm. pol. 8" 406. 
Enthält auch einen an den Pfalzgraf gerichteten Brief. 
Buch befand sich unter Lit. E 8" 13 u. 
14 in Heidelberg, kam 
Cassel, hist. eccles. region. fol. 14. 
(H: in dem Schrank bey lit. G 2, in Goldt und Seiten gestickte Decke 
gebunden). 
Nebst anderen Schriften des veif. in einem fortlaufend pagi- 
also als Dedication des ungenannten Verfassers dorthin. 
Einband: Pappe mit scharlachrothem Maroquin, 166, 106 . 30 
mm, glatter Goldschnitt; rothseidene Bindebänder, blauroth um- 
nirten 
Band. 
Einzeltitel 
reichster, 
merk- 
stochenes Capitäl. 
Decoration : Golddruck 
mit feinsten Stempeln, welche die 
würdiger Cartusche. 
grösste Verwandschaft 
denen 
vorbeschriebenen
	        

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