Full text: Bucheinbände des XV. bis XVIII. Jahrhunderts

der, ebenso die im Eckquadrat von XXII verwendeten petits fers. 
Ich bemerke dabei, dass sich die behauptete Identität auf die 
hüten, 
wie ich 
annehme. 
halben Rosetten 
sind hier mit 
einem 
Stempel 
gedruckt. 
Enden 
der Contouren 
wurden 
Zahl der constituirenden Pünktchen erstreckt, und eine solche von 
um einen ungenauen Ansatz 
mit Goldpunkten besetzt. 
verdecken, 
sehr Wirkungsvoll 
überhaupt 
genauester 
Prüfung 
ausgesprochen 
Sicher aus Heidelberger Werkstatt stammt auch Tab. XXV 
(cf. Beschr.) welche mit XXVI mehrere Theilstempel gemeinsam hat. 
Mit beiden ist XXIVB verwandt durch den Stempel, Weicher die 
T afel 
XXIXÄB. 
THOMAS 
NVILLIS, de 
anima 
brutorum 
Halbkreise füllt und bei XXV als Ecke in dem Rahmen verwendet 
 
Oxonii 
1672. 
 
ist, durch die ebenda befindlichen langen Blattstempel 
Cassel, log. metaph. 40 24- 
 lit. O in Quarto 5). 
Tulpen (bei XXIVB auf dem Rücken).' _ 
Während XXII, XXIII, XXIVA einen ältern, reinern Styl 
Einband: Pappe mit Kalbleder bezogen. 
Schnitt farblos, roth und schwarz gespritzt. 
170-37 mm. 
zeigen und eine geschickte Hand verrathen, sind bei XXIVB, 
XXV, XXVI neue Stempel nicht immer glücklich und correkt 
verwendet, ist der Typus derselben ein sehr viel gröberen Das 
tritt bei XXV, wo der Buchbinder für ein von seinem Herrnx 
Decoration: Rücken jedes Feld von Goldlinien und Punkt- 
reihen neben den Bunden begrenzt, das zweite von oben trägt 
den Titel: WILLIS' DE' l ' ANIMA ' i 'BRVTOR'  Die andern 
verfasstes Werk etwas ganz besonderes leisten wollte, auch am 
meisten zu Tag. Die jüngern Bände sind auch nicht mehr in 
Maroxquin, sondern in Kalbleder gebunden. 
Den Heidelberger Einbänden habe ich die Signatur ihres_ 
heimischen Cataloges beigefügt (cf.  
eine mittlere Rose atus Ringen mit Silber ge 
eine grosse Tulpe in Gold. 
Die Deckel haben einen breiten, dunkler 
gefüllt, 
seitlich je 
gebeizten Rah- 
Tafel 
XXIII. 
DIEDRICH VON DEM WERDER (Oberster), Gott- 
fried 
oder 
erlösetes 
Jerusalem. 
men (Oberiläche viel abgesprungen). Die Bänder sind schwarz 
bemalt oder gebeizt. Das Centrum des Ganzen sowie die spitzen 
Blätter und die grösseren Ringe sind mit Silber ausgefüllt. 
Abgesehen von der durch das schlechte Leder verdorbenen 
Vergoldung ist die Decke ganz wirkungsvoll. Nur 12 Stempel 
incl. der Linien und Punkte dienten zur Herstellung. Ueber die 
Werkstatt cf. die Bemerkungen bei Tab. XXII. 
(Eine metrische Uebersetzung des bekannten Originals.) 
Frankfurt a[M. 1651. 
Tafel XXV. 
 
Cassel, poet. ital. 40 5. (H: Aa in Quarto 17). 
PHILOTHEI, Symbola christiana. 
Frankf. aIM. 1677_ 
Einband: Pappe mit rothem Maroquin. 240, 190.40 mm. 
5 Doppelseilbunde, glatter Goldschnitt. 
Decoration: Die abgebildete, wobei die Bandstreifen durch 
Reiben etwas dunkler gefärbt erscheinen. In jedem Rücken- 
feld eine Ovallinie von feinen Perlen umgeben, darin eine cen- 
Cassel, Emblemata fol. g. (H: lit. N. fol. 36, ausserdern noch 2 ge- 
bundene und 6 ungebundene Exemplare, von denen jetzt keins mehr 
in Cassel). 
Dem Professor P. Hachenberg in Heidelberg gewidmetes Werk. 
tral angeordnete Filigranrosette, von dicken Goldpunkten um- 
geben. Die Zeichnung ist vollendet klar, wirkungsvoll und sehr 
sorgfältig ausgeführt. Der Schnitt der Stempel ein vorzüglicher. 
Enthält ganz entsetzliche, in Kupfer gestochene Embleme 
mit lateinischen Versen dazu. Unter dem Pseudonym verbirgt 
sich der Pfalzgraf Carl, der Begründer der neuen Hofbibliothek, 
selbst. Daher auch die vielen Exemplare. 
Einband: Pappe mit hellem Kalbleder überzogen. 360, 
 
Tafel XXIV,A. 
 
230 . 20 (mm. 
VON 
DER LINDEN, Hyppocratis 
opera. 
Decoration: Golddruck mit Silberbemalung der einzelstehen- 
den Ornamente in dem Zwischenfeld des Rahmens, der spitzen 
Lugduni 
Batavorum 
1665 
Blättchen 
Halbkreise 
innersten 
Linienrahmen. 
Cassel, med. oper. 80 4. 
(H: Aa in Quarto 68 u. 69). 
Die Filigranrosetten sindx 
hier mittelst eines 
Sektor 
Auf dem Vorsatz handschriftlich: Serenissimo principi . . . 
Carolo Comiti Palatino hunc . . . ejus Bibliothecae dedicat et 
offert . . . Andreas Steigerus med. Dr. 
Einband: Pappe mit hochrothem Maroquin. 205, 1 18 . 44 mm. 
Decoration: Rückenfelder mit genau den gleichen Rosetten 
umfassenden Stempels gedruckt, mit welchem strenggencmmen 
natürlich nur eine Rosette (oder V2, 1] 4) von bestimmtem Durch- 
messer hergestellt werden kann, von denen also ganze Sätze, 
wohl auch mit verschiedenem Muster, in einer gut eingerichteten 
Werkstatt nicht fehlen durften. Wie aber in echt handwerks- 
wie 23, wobei nur die innern Goldpunkte mit Ringen ab- 
wechseln. 
Auch die Eintheilung der Deckel ist eine verwandte, nur 
mässiger Weise auch Rosetten von andern Dimensionen schlecht 
und recht ermöglicht wurden, zeigen verschiedene der folgen- 
den Einbände. Wir würden heute kaum solche Handwerksvor- 
sind die Bänder dunkel gebeizt, mit doppelten Contouren um- 
theile gutheissen. 
 
 
geben und die Ringe und Schleifen der Filigranranken mit 
Silberpunkten ausgefüllt. Das Silber ist (wie schon Adam: der 
Bucheinband p. 248 bemerkt) mit _Weiss gemischt, um die 
 
Tafel 
XXVI. 
L. BEGER, thesaurus ex thesauro Palatino selectus seu 
Schwärzung und den das Gold beeinträchtigenden Glanz zu ver- 
gemmarum ex numismatum . . . Heidelberg 1685. 
i) Die Bände mit ähnlichen Deeorationen, welche Adam sah, ebenso die bei 
Cassel, Numismat. fol. I3. 
Stodckbauer abgebildeten, gehören zu denen, welche laut Vertrag bei der Ablieferung der 
Hofbibliothek nach Cassel 1686 als die heimische Geschichte behandelnd zurückblieben. 
Enthält als Zierleisten einige schöne Ansichten des dortigen 
Schlosses. Auf dem Vorsatzblatt die eigenhändige Widmung:
	        

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