Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1800)

m a m 
56 
welcher von den Papiermachern 
-um Leimen deS Papiers ge- 
braucht wird, wird bekanntlich 
aus Schafkaochen gekocht. Letz 
tere weroen hierauf als eine 
Sache, die weiter nicht zu ge 
brauchen ist, auf einen Haufen 
geschüttet, wo sie in eine Art von 
Fäulntß übergehen. Weil diese 
Knochen zur Zeit noch für nichts 
geachtet werden, findet man sie 
io den Papiermühlen immer in 
ansehnlicher Quantität vorrä« 
thtg. Sie geben einen der be 
sten Düngerab, indem sie zu der 
Auflockerung des Ackers viel 
.beitragen. 
Muschel - und Auster 
schalen gröblich zerstoßen, sind 
eines der DüngungSmtnel für 
Pflanzen die einen kalkichten 
Boden lieben; auch sind sie in 
4honigtem Lande nützlich. Sehr 
erwünschte Dienste thun die Au« 
ssterschaien bei alten kränklichen 
Obstbäumen, wenn man sie an 
die.Wurzeln derselben eingräbt. 
Gerberlohe und Säge- 
späne sind ein sehr guter Dün 
ger in moortchtem und fettem 
Boden, indem sie gleichfalls viel 
zu der Auflockerung des Ackers 
beitragen. Man bringt sie mit 
auf den Acker, wenn er zum er 
sten Mal gepflügt wird. 
Abgänge der Schneider 
und Schuster. Manchem 
wird es vielleicht lächerlich schei 
nen , baß ich hier die Abgänge 
der Schneider mit erwähne: 
allein es ist gewiß, daß diese 
kleinen Tuchchmtzel und Leder- 
abgänge sehr gut düngen und 
selbst den Acker in etwas auf 
lockern. 
Weintrieftern. Ich ver 
stehe hierunter nicht allein die 
Kämme des Weins, sondern 
auch die übrigen Hülfen um» 
Kerne » welche nach dem Pres 
sen zurück blieben. Sie lockern 
den Acker auf und haben ein 
Oel bei sich, welches dem Acker 
nährende Theile zuführt. 
(Der Beschluß künftig.)
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.