Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1800)

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fckneide diese Theile etwas fein, 
und koche eS mit io Loth Was« 
ser dis z Loth verdunstet sind und 
ungefähr nur 6 Loth bleiben; 
alSvann drücke man diele schiel, 
migte Festigkeit durch ein dich 
tes linnenes Tuch, und bestrei 
che mit diesem warmen Dckocre 
daS Leder, oder, noch bester, die 
ganze äussere Seite des Buchs; 
am besten wäre es, wenn die 
Herrn Bucddinc er bas Leder vor 
dem Einbinden mrt vresin De- 
kocte tränkten, so wie es auch 
leicht, de» ihrem gewöhnlichen 
Lennwaffer (weiches siezum Pia« 
Viren ver Bücher gebrauchen) 
in solches Dekoct Mit anzuwen 
den: da vieles ganze Mittel 
kaum einenSchillingkosten kann, 
und dem Papiere so wenig, als 
dem Lever schabet. Der ausser 
ordentlich üble Geschmack jener 
beiden Theile muß wahrschein 
lich diesen Insekten, als jedem 
andern Thier zuwider seyn. 
Auf eine andere Weise kann 
man die schon in den Büchern 
befindlichen Würmer durch vas 
einigemal starke Ausräuchern 
der Bücher mit spanischem Pfef 
fer verkreiben. Dieses Mittel 
hat aber bas Unangenehme, daß 
sowohl die Bücher als auch bas 
Zimmer, wenn es geschieht, eine 
Zeitlang diesen üblen Geruch be 
halten. 
Mit völliger Gewißheit glau 
be ich ersteres Coioquttenvekoct 
auch als ein Mittel zu Verhü 
tung des Zerfreffenö der Tape 
ten von Mäustn empfehlen zu 
können; wenn man die hintere 
Seite der Tapeten mit jenem 
Dekoct bestreicht. Nicht allem 
Versuche von dieser Art haben 
dem gewünschten Nutzen ent 
sprochen, sondern um es desto 
gewisser empfehlen zu können, 
versuchte ich eS, ob du dringend 
ste Noth sie nicht dazu bewegen 
würde, diesen Widerwillen ab 
zulegen. Ich bestrich zu dem 
Ende eine Schachtel amal mit 
jenem Dekoct und setzte in diese 
eine Maus; allem sie starb den 
rten Tag vor Hunger, ohne die 
Schachtel (durchweiche sie sich 
sonst sehr bald «inen Ausgang 
bahnen) verletzt zu haben. 
Ueber
	        

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