Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1799)

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tten zu viel Zug haben , daß sie 
zu tief, oder am hintern Ende 
zu abschüssig sind; man muß 
daher weniger aufschütten, als 
die Tiefe der Rinnen, und die 
Geschwindigkeit veS Steins ver 
tragen kann. 
Von der rechten Zubereitung 
und dem Schärfen tnr Stei 
ne wenn sie stumpfsind. 
Man iveiß, Daß, wenn die 
Steine stumpf sind, sie vonein 
ander genommen und geschärft 
werden müssen. Dies zu thun, 
muß der Müller mit scharfen 
Harken Piken versehen seyn, 
weil damit die andere Ecke der 
Rinnen so scharf wie mkMch 
gemacht wird , welches nicht 
mit weichen stumpfen Piken ge 
schehen kann, da hingegen bei 
der Zubereitung des Grundes 
dir Rinnen, um ihnen die gehö 
rige Tiefe zu geben, stumpfe 
Piken gebraucht werden können. 
Um die Beschädigung der 
Finger zu verhüttn, nehme man 
einStückLeder, ungefähr 5 — 6 
Zoll im Quadrat, mache ein Loch 
(Der Best 
durch die Mitte, stecke es zwi 
schen den Stahl und die Hand- 
und befestige eine SLnur an 
der umern Seite, wodurch man 
einen Finger steckt, um den nie 
drigen Theil vom Steine abzu 
halten. Der oben genannt« ge 
rade Stab muß j tzt auch sorg 
fältig über die Fläche geführt 
werden, und sind einige Theile 
härter oder höher, als die übri 
gen, so wird etwas vom Rörhel 
Daran sitzen bleiben, welches mit 
vielen Hieben geschwind abge« 
hauen werden muß, um eme 
gleichförmige gute Fläche zu 
erhalten« Die^e Hiebe bilden 
auch Ecken, weiche dazu beitra 
gen, die Kleie zu reinigen; und 
fe härter und dichtn ver Stein 
ist, desto mehr Hiebe muß man 
ihm geben. 
ES ist schon gesagt, daß man 
eine sehrfcharfe Pike haben muß; 
setzt will ich auch erinnern, daß 
die Hiebe parallel mir den Rin 
nen fallen müssen. Je feuchter 
das Korn ist, desto mehr muß 
der Stein gehauen werden, und 
je trockener und harter, desto 
ebener muß die Fläche seyn. 
uß künftig.)
	        

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