Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1798)

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Bühne seit den rten d.M. wie- Edelknabe dev i?tendie Räuber 
der eröfnet und da unser künfti- welche gewiß jeden Zuschauer 
ger hiesiger Aufenthalt bis den Contevtiren werden, so bitten 
,7ten zu Ende ist, und wir die wir, um so mehr damit wir 
lezte Woche mit diesem Stücken Schuldenfrey abreisen können, 
schließen, den ,2ten Abälino um einen geneigten zuspruch. 
oder der große Bandit den i4ten Arolsen den ?ten Decemb. 1798» 
Die Schauspieler Gesellschaft daselbst. 
Fragment. 
§8artrn und Gedu ld ist das na« den Baumen, ehe sie reif sind; 
türlichste, menschlichsteGeschäft, härmt sich zu Tod >m Winter, 
oderNichtgeschäft.vaS irgend sein che der Frühling kommt; ackert 
mag Bildung, die dem Menschen seinen Acker um, weil er in ei- 
VUrchauS unentbehrlich ist. So nem oder zwey Monaten noch 
gewrß drr Mensch zürn Handel« keine Frucht trägt. - Sem Kind 
gebohren ist, so gewiß auch zum verdirbt und verorehr er, wett 
Warten und zur Geduld. Wer er, aus dem Kinde schon einen 
nie warten will, kommt so we- Jüngling; aus dem Jüngling 
mg fort, wie der, der nie wir- schon einen Mann haben will, 
ken will; und nur der ist ein Seine Geliebte weil sie sein 
voklkommner Mensch, derimmer Weib schn fo 0 , ehe sie es ist— 
mit allen Kräften wirkt, wo er Wer warten kann, genießt die 
wirken — und ruhig wartet, reife Frucht seines Ackers und 
wo er nicht wirken kann und seines Baums ; — freut sich des 
soll. ~ Wer nicht wartet, hat stürmischen Aprils, wie des blü- 
nichtS, genießt nichts, bringt henden MayS; deS unschuldigen 
nichts rechts zu Stande. Er Kindes und des tobenden Kna- 
reißt ungeduldig dieFcüchte von den, wie des reifen Mannes. 
I. r. Ewald.
	        

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