Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1798)

»48 VOM 
re, Nasen und Fleisch der Thiere 
und die Schuppen der Friche 
zum Neste vrr Jnsikteneyer die 
nen. Ja sogar rn die Eingewei 
de und in vre verborgensten Zu 
gänge des Menschen und der 
Thiere wissen sie idre Ever zu 
bringen. Endlich bohren sich 
auch noch andere in die Erve, 
in Holz u. s. w. schlagen darin 
ihre Nester auf, versorgen sie 
mit Proviant, um aus diese 
Weise sowohl für die Hervor- 
bnngung, als für den ersten 
Unterhalt ihrer Jungen alle er 
forderliche Sorge zu tragen."— 
Chambers. 
Da dieses in der That sich fo 
verbälr, so ist es weder der Ver 
nunft noch der Narur zuwider, 
anzunehmen, daß irgend ein In 
fekt feine Eyer in das Weizen- 
körn lege, und wenn es nicht 
umkömmt, bevor das Korn in 
der Erve vergraben wird, fo 
kann daraus «in Insekt ausge 
brütet werden, das sich von den 
zarten Wurzeln ves Wizen- 
Halms nährt. So dal ferner 
nach meiner MeinungsedesKorn 
»n der Werzenähre ein feines 
Haarröhrchen, durch das ihm 
die Nahrung aus der Wurzel 
zugeiührt wird. Werden nun 
durch die Verl-tzungen des 
Stocks von dem Insekt die fei 
nen Röhrchen verstopit, so wird 
vielleicht die Aedre verdorben, 
und enthält anstatt gesunder 
Mchikörner einen schwarzen und 
schmutzigen Staub, den wir 
den Brand zu nennen pflegen. 
Auch kann man auf eine nicht 
widernatürliche Art annehmen, 
daß der Unratb, die Ausleerun 
gen oder vielmehr die Ausdün 
stungen dieses JnsiktS einiger« 
maaßen den Saft verderben, 
wovon sich die Pflanze ernährt, 
und daß dadurch vreAehrenon- 
statt eines weißen und süßen 
MehlS m«t dem schwarzen 
Staubpulver angefüllt werden. 
(Die Fortsetzung folgt.)
	        

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