Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1796)

WKW 131 
diesem Uebel abzuhelfen, aber 
— sie däbcn nicht den er- 
wünichten Ettolg gehabt. Das 
E'.nquellen oder Bereiben des 
Saamrns, bald mit diesem, 
bald mit jen m Spiritus, z E. 
Terpentlnsptritus, Kampferipl- 
Mus; das Besprengen mit 
Soov- oder Raßwassr und 
andern brrrern Sachen ist von 
wenigem Nutzen. Man pflegt 
junge Pflanzen mit A'che zu 
best tuen, auch das huit nur 
so lange , als sie auf den Pflan 
zen U»gt: so bald aber Wind 
oder Regen kommt, oder auch 
nur der nächtliche Tdau, so 
ist die 2 ifcpe wiebec fort. Alle 
diese Mittel sind also nur von 
einer kurzen Dauer, und eS 
frägt sich also, was man dann 
zu thun habe, um diesem schäd 
lichen Insekte Einhalt zu thun? 
Man kann sich nur bloß 
einiger Vortheile in Ansehung 
der Auslaar bedienen, und zwar 
sowohl im Garten, als auf dem 
F'lde. Zn Ansicht auf diejenigen 
Pflanzen, die man in die Gar 
ten versetzen will, wählet man 
neues Land, um seinen Same« 
dahin zu säen. An einigen Or 
ten pflegen die Landleute ein 
Fleckiern Rasen auf einer Weese 
-oder einem Acker umzugraben, 
und ihrenPflgnzensaamen dahin 
zu säen, sie wählen alle Jahre 
eine frische Stelle, und man 
höret sie niemals klagen, daß 
ihre Pflanzen abgefressen wer 
den. Dielen muß man darmn 
nachfolgen, und dergleichen 
Land zu Pflanzenbeeten wählen. 
Denn wahrscheinlich läßt der 
Erdfloh, wo er einmal gewesen 
ist, seine Eyerchen zurück, in 
der Erwartung, daß «eine Jun 
gen da gleichsals gure Nahrung 
finden werden. Könnte und 
dürfte man seine Gärten alle 
Jahre rajolen, und die unterste 
Erve nach oben bringen, so 
würde man auch nicht viel vom 
Erdfloh zu befürchten haben. 
Indessen tragt doch schon ein 
tiefes Umgraben des Landes jir 
Verminderung des Erdflohes 
vieles bey. 
An einigen Orten hat man 
die Gewohnheit, daß man den 
Dünger vom Hofe fährt/ und 
irgendwo auf einer Weide, die 
nahe bey dem Lande liegt, dsß 
man im Frühjahr bedungen 
will, eine Miethe macht. Der 
gleichen MiethestrÜen 
sich ganz vorkr. stich zu Pflanzen- 
beeten, denn es ist neues Land, 
und bat von der Mierbe viele 
Fettigkeit erhalten. Ich habe 
solche Stellen vorzüglich erwäh 
let
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.