Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1795)

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Einlegen gebraucht, indem es 
eine scböne schwarze Farbe an 
nimmt, unv alsvann «twas 
dem Edenholze gleicht. Dieß 
ist besonders der Fall mit den 
gemaserten Wurzeln von der 
S'e. Es wäre zu wünschen, 
daß man nach dem Beyspiel der 
E nwohner von Tav-nne, alle 
Zweige oder Standen dieses 
Baums zu Wempsahlen oder 
Hopfenstangen, mehr als bisher 
geichiebet, anwenden möchte. 
Aus dt N kleinern Stangen kan 
man so gut, als aus andern» 
Holze, Hürden machen. 
Nach des Hrn. von Linnee 
Bericht, ziehen die Nordländer 
die aus dem Holz« der weißen 
Erlen verfertigten Gemäße, allen 
andern vor, um die Milch va- 
rinne aufzubehalten, weil sie 
wahr genommen zu haben be 
haupten» daß sie in denselben 
viel mehr Raam zeuge, als in 
andern Geschirren. 
Als Brennholz betrachtet, 
wird das Erlenholz, wenn es 
den Sommer über in freyer Lust 
aufbehalten wokden ist, sotrok- 
ken und dürre, daß es dem 
Büchrnholze, in Ansehung der 
Hitze und erwärmenden Kohle, 
nicht viel nachgiebt, wenigsten- 
steht es hierinne mit dem Bir« 
kenholze in einerley Werth, wo 
es nicht demselben noch vorzu 
ziehen ist. 
Wenn sich das Erlenholz recht 
abgelegen hat. taugt es auch 
für Herrschaften in Kaminen 
zu brennen, indem es gar keine 
Beschwerde mit Platzen, Dun 
sten und Rauchen verursacht, 
sondern ganz gelinde brennt, 
und erne ziemlich dauernde Glut 
hinter sich läßt. 
Die daraus gebrannten Koh 
len sind überhaupt dauerhaft, 
und dienen, so wie auch die von 
der schwarzen Beerentragenden 
Erle oder denii Favlbaum, vor 
züglich zum Schießpulver Sie 
sind den neuesten Erfahrungen 
nach bey Bergwerken und Glas 
hütten sehr Vortheilhast zu ge 
brauchen. 
Die Erlenafche ist zwar zum 
Laugen der werffen Wäsche nicht 
geschickt, aber um so tauglicher 
für die Rochgarber. 
Das Erlenlaub dient sowohl 
Menschen als Vieh. Die dür 
ren Blätter sind zur Düngung 
nichts nütze; hingegen geben 
die ausgewachsenen Loden mit 
dem Laube, wenn sie klein 
ge«
	        

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