Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1795)

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wieder welche ein, und so, kann 
man den ganzen Winter sort' 
fahren, frische H o-vren zu er- 
zielen, weil es v.n nn Herost 
tzerauSgrno r-menen Pflantzrn 
Nichts schadet, wenn sie auch 
den gonzen Winttr ausser der 
Erk e liegen. 
Liebt man den C'chorienfalat 
fo werden dessen Wurzeln im 
Herbst ansgegraben, und im 
Keller in Sand also eingesetzt, 
daß nichts ais das Herzblatt 
oder der Keim zu sehen ist; sie 
treiben bard schöne Blatter, die, 
wenn man sie nur recht^gelb 
werden laßt, einen guten Salat 
abgebt». Um den Platz zu spa 
ren , ist eS besser, wenn man 
zu diesem Behuf «men Berg 
von Sand in dem K lier auf 
häufen, unddieWürzeln darin 
pflanzen laßt. Ausgleiche Weise 
kann man auch die Knollen von 
Srllerre und die Wurzeln von 
P kersilre in dergleichen Sand 
berge erngraben, um von erster» 
Salat, von bcpven aber grünes 
zu warmen Speisen und Gar- 
nrrungen der Schüsseln zu erhal 
ten, so wir man auch den 
Somme rporro ebenfalls in 
Saub einsetzen kann. 
Alle Arten von Rüben lassen 
sich auf Brettern oder auch auf 
rrocknrm Sande im Keller au 5 - 
W W ZrZ 
bewahren, doch da man hicbech 
mchr verhindern kann, daß sie 
nicht wuken, und zeitig, un- 
schmockdasr werden , so'ist eS 
besser sie in drr' Etör in befoM 
ders dazu gemachten Grube» 
zu durch wintern. Dies«werben 
ungefähr vier Fuß tief gegraben/ 
mir trocknen Sande etwas be 
schüttet, die Kohlrüben über 
und unter der Erve, Mohrrü 
ben, weiße Rüben u. s. w. hin 
eingethan, doch daß die Rüben 
nicht an den Seitenwänvcn der 
Grube anliegen , sondern eine 
Elle weit davon zurückbleiben, 
und mit Brettern und Erde 
wohl zugedeckt sind. 
Dir kleinen märkischen Rüben 
kann man am besten auf diese 
Weise vor dem Winterfrost 
sichern. Wenn man sie verputzt 
und abgeköp'l hat, sitzt man 
eine Tonne auf, bestreuet den 
Boden derselben eines Daumens 
dick mit sehr trocknen Sande, 
legrein Scb'.ch? Rübchen darauf 
weiche man wieder mit Sand 
bedeckt, und worauf wieder 
Rübchen kommen, und so abge 
wechselt bis die Tonne voll ist: 
Wenn der Sand recht trocken 
ist, so sind sie beynahe ganz vor 
dem Verfaulen sicher, doch 
müssen sie jetzt an einen Ort 
gesetzt werden, welcher weder zu 
trocken
	        

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