Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1790)

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Anweisung, wie sich der Landmann nicht trat vor t*t 
Ruhr präserviren, sondern auch glücklich und mit wenigen 
Kosten selbst kuriren könne. 
L Beschluß.) 
«Nachdem an den angezeigten 
sechs Tagen auf obige Akt 
verfahren worden, so darf man 
zu dem Gebrauche des stärken 
den Pulvers Nr. in. schreiten, 
und davon Morgens früh, auch 
Nachmittags und Abends, den 
achten Theil von einem Loth in 
warmem Getränk geben. 
Kindern und schwächer« Per 
sonen giebt man nur die Hälfte. 
Das Loth kostet etwa 6. Ggr. 
auf der Apotheke. 
DaS Hauptsächlichste bey der 
Kur kommt nun ausser der ob- 
grdachten Bekleidung des Leibes 
und der Füsse, auf ein lauiicheS 
oder warmes, sich hiebei schi 
ckendeS gesundes Getränk an ; 
und hiezu kann man ganz dünne 
Gerstengrütze wählen, oder man 
kann eine Handvoll Gerste mit 
eben ko viel gebackenen Kirschen 
in drey Maaß Wasser drey 
Viertelstunden kochen lassen. 
Go kann man eine Handvoll 
Hirse, oder eine-HandvollReiS 
mit drey Quart Wasser drey 
Viertelstunden sieden lassen, 
und das Durchgeseigete warm 
oder verschlagen trinken. Hier 
nächst ist es ein gesundes und 
linderndes Getränk, wenn man 
folgendes wie Thee trinke» 
wollte: Man nimmt eine 
Handvoll Camillenblumen und 
drey Fingervoll Kümmel, und 
gießt ein Quart siedend Wasser 
darauf. Zur Stillung deSDur- 
stes mag man säuerliches Obst, 
als: Johannisbeeren, oder saure 
Kirschen, oder auch Zitronen 
saft, oder ein wenig Essig neh 
men. 
Zur Speise dienet dünne ge 
kochte Buchweitzengrütze, mit 
Wasser gekochter Reis, ovek 
auch Hirse. Man mag auch 
Suppen aus Semmel, Kerbel 
und Petersilie mit Wasser auf 
kochen, und sehr wenig frische 
Butter dazu gethan, zur Speise 
genießen. Einige befinden sich 
vey^frifchek Buttemilch nicht 
Aeußer-
	        

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