Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1789)

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Ueber die Bräune bey den Schweinen, rc. 
(Beschluß.) 
Als auch nachdem es schon 
** verdicket worden, wieder 
flüßig zu machen, eben so gut 
Preservative als Curative zu 
«giren ; oder weiches ein jeder 
selbst nach gefallen, und ohne 
Gefahr und Umstande, früh 
genug bey seinen Vieh brauchen 
kann; welches gleich algemein 
zu haben ist; wobey es sosehr 
auf die Warme der Stalle im 
Winter, oder auf die gute und 
schlechte Art der Schweine, 
nicht einmal ankömmt, wobey 
man seine Schweine jederzeit 
ohne Gefahr mit ausweiden kan, 
und endlich bey der Fütterung 
derselben so gar kärglich und 
behutsam nicht seyn darf, als 
folgends: Man nimmt von 
Frühjahr an, da die Schweine 
ausgehen , bis in den Herbst, 
da sie zu Haußr bleiben, auf 
rin Schwein von einem halben 
Jahre, und darüber wöchent 
lich einmal, eine Handvoll Bü- 
ch n Holzasche, für jüngere 
Schweine oder Ferkeln eine 
h ibe Handvoll, und läst solche, 
unter gutes Futter gemengt, die 
Schweine cinfressen. Den Win 
ter hindurch schadet es nicht, 
nunn alle Monate einmahl sol 
ches Mittel gebraucht wird. 
Es ist auch überhaupt nicht zu 
besorgen, daß die Asche den 
Schweinen schade, wenn auch 
eine doppelte Portion gegeben 
würde; dieses Mittel ist feit vie 
len Jahren mit gutem erfolg 
gebraucht worden. Wovon ich 
selbst Praxin habe. 
Alles, was hiebei noch anzu- 
mercken stünde, wäre dieses, 
das man nicht eben nöthig ha 
ben wird, diele Vorsicht wei 
ter, als höchstens gegen das 
Ende des Julius fortzusetzen. 
Denn um diese Zeit hat die 
Natur schon eine andere Periode 
angefangen, da die Safte der 
Thiere und Pflanz n nicht so 
sehr mehr zur Verdickung, als 
vielmehr zur Flüßigkeik, Ver 
dünstung und Fäulnis, geneigt 
werden: Dagegen wird es im 
mer gut seyn, im Frühjahr 
auch noch, vor dem ausweiden 
damit auzufangen. Es schadet 
auch den Schweinen nicht, 
wenn man wöchentlich mehr als 
einmal Asche giebt. Auch wird 
es ziemlich gleichgültig seyn, 
was vor Asche man nehme. In 
Ermangelung anderer, gebraucht 
man
	        

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