Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1788)

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Vvn Jbm selbst zu wählenden 
Plaz — zu errichten, wozu Ihm 
jedoch das Holz in der Nähe 
aus denen Waldungen des 
GuthS, gegen ForstzinS, nicht 
nur angewiesen werden soll, 
sondern auch alle übrige Bau 
materialien gleich bei der Hand 
anzutreffen sind. 
Sollte sich nun ein solcher 
Liebhaber hiezu finden, der kann 
sich bei dem Oberamtmann von 
Vorgtzu gedachten Laar mel 
den, und vom Selbigem die 
Erbzins Bedingungen verneh 
men, auch, bei etwaiger Ueber- 
einkunft, ermeldete Gütchen so 
fort, oder auf Michaelis an 
treten. 
Cr muß Sich aber ohnbezwei- 
felt legitimiren, daß Er tue die 
richtige Erfüllung des ErdzinS 
Betrages, der, nach Gefal 
len, in baarem Gelde, oder 
in Früchten stipuliret werden 
kann, jeder Zeit Cautionöfä- 
hig sey. 
Anweisung zu Pappeln und Weldenpflanzungen, ver» 
mittelst großer Gchstangen. 
Um Pappeln und Weiden- 
pflanzungen anzulegen, bedienet 
man sich deSerfahrungsmäsigen 
Hüssmittels geschwind und 
leicht zu großen Stämmen durch 
Sreckunge zu gelangen; indem 
man im Frühlinge recht große 
Aeste stecket, und daö Begrü 
nen Derselben erwartet. Jeder- 
man pflanzet zwar Pappeln und 
Weiden; eS will aber nicht im 
mer gerathen, weil die elende 
Behandlung oft alle Hofnung 
vereitelt; oder weil der gewählte 
Boden den gesteckten Stöcken 
vielleicht gar nicht angemessen 
ist. Die Arten, deren man sich 
vorzüglich mit Erfolg bedienen 
kann: sind, die Silberpappel, 
schwarze Pappel, und die ca- 
navtsche Pappel; die übrigen 
Pappelarten müssen aus klei 
nen Baumschulen erzogen wer 
den. An Baumweiden, sind 
vorzüglich die gelbe Bandweise; 
braune englische Bandweidei 
Lorbeerblattrige Weide (Salix 
pendandra L) und die rothe 
Weide (Salix purpurea L.) 
Wer
	        

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