Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1788)

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sind die vierzehn Tage von Ja 
kobi bis zum 8. August die be 
quemsten dazu. Das Beet, 
darauf der Saamen gesaet wer 
den soll, muß in mittelmäßi 
ger Düngung seyn, damit die 
Pflanzen Tr»eb haben mögen ; 
auch muß es im Herbste oder 
gleich anfangs im Frühjahr 
umgegraben werden, damit es 
den Pflanzen an der nöthigen 
Feuchtigkeit nicht fehlen möge. 
Man kann ein solcheS^Beet 
vorher noch mit andern Säme-- 
reyen bestellen, deren Gewächse 
vor Jakobi wieder davon kom 
men. Alsdenn aber muß es 
nicht aufs neue wrever gegra 
ben, sondern nur blos mit der 
Harke geebnet und vom Unkrau- 
te gereiniqet werden. Wenn 
nun die Saatzeit da ist, so 
wird der Saamen ausgestreuet, 
darauf flach untekgehatket und 
das Beete alsdenn eben ge 
macht, so wird der Saamen 
bald auflaufen. 
Um Michaelis etwa versetzt 
man feine Pflanzen m ein gut 
gedüngtes Land, und wählet 
einen schalt glen Ort, damit 
sie von v»n Erdflöhen nicht lei 
den mögen, und eine Gegend, 
wo sie für dem Frost einigen 
Schutz haben. Man setzt sie 
varaur rn den Reihen etwa ei 
nen halben Fuß von einander, 
und io tief, dav selbst das Herz 
derselben völlig rn die Erde 
kömmt, und nichts davon, als 
dre langen Blatter etwa ein 
paar Zoll hoch Nus der Er 
de kommen. Auf diese Art 
laßen sie am wenigsten vom 
8 oste und bey eintretender 
warmer Herdstwrtterung wach 
sen sie, des tiefen Pflanzen- 
unerschtet, doch wieder etwas 
heraus. 
(DK Fortsetzung folgt.)
	        

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