Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1786)

O 6z 
zu dieser Jahrs Zeit wo das Tage den Sperkab fressen kann, 
grüne Futter fürs Rindvieh zu Den Tag drauf, schlägt man 
Ende zu gehn pflegt doppelt an- den Pfahl weiter, und erhält 
genehm. Und im Münsterschen dadurch eine doppelte Absicht, 
und andern Orten habe ich ihn denn die Kuh zertritt nicht un- 
auf folgende Art hierzu nutzen nöthig den schönen Spcrk, und 
sehen : man schlagt dort einen denn so wird auch ein solch Land 
Pfahl in den Acker und bevestigt recht ordentlich von den drauf 
eine Kuh mit einem Stricke dar- weidenden Kühen gehörig be- 
an; doch läst man den Strick düngt, so das man das Früh- 
nicht länger seyn , als die Kuh jähr drauf, mit großem Vor- 
rvnd um den Pfahl in einem theile Garste darauf säen kann. 
Nachricht von dem zulez t in Sachsen mieteten 
Wetterabletter. 
(Aus dem Lciprkger Int. Blatt 54 St. »785.) 
Auf der Seite 42 s der disj. 
Int. Bl. erneuerte man das An 
denken des mit besonderer An 
sicht in mehrere Facher des Bau 
wesens begabten Zestcrmanns, 
da er vor wenigen Wochen einen 
großen maß/ven Thurm, in eini 
gen Tagen mit sehr geringen Ko 
sten eingeriffen hatte, ihm ganz 
unwissend. Und eben dieses ge 
schiehet gegenwärtig in Ansehung 
eines so geschickten als bescheide 
nen Mannes, des durch diese 
Int. Bl. seit einigen zwanzig 
Jahren oft gerühmten und alle 
mal nutzbar gefundenen Rath 
mannes und Spritzenmeisters 
Doben zu Herzberg, im Chur- 
crriße. Dieser wackere Mann 
hat nun, nachdem er die besten 
von Gewitterableitern geschrie 
benen Schriften gelesen, solche 
genau erwogen, deshalb nach 
Leipzig, Dresden und Berlin 
Reisen gethan, woselbst er mit 
den angesehendsten Naturkun- 
digern ausführlich gesprochen, 
über 14 Gewitterableiter in hie 
sigen Landen angeleget. Der 
letzte wurde an dem Schloßthur 
me zu Eilenburg, den 26. und 
27. October dieses JahreS, an 
gebracht. Die Stärcke der Stan 
ge dieses Abkeiters ist^Zoll stark, 
und von einer Lange von 150 
leipziger Eücn. Diese Lange ge 
het von oben unter dem Knopfe 
an, bis zur Erde, undmeinem 
Eanal
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.