Full text: Waldeckisches Intelligenzblatt (1786)

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Von allerhand guten, durch die Erfahrung geprüften, 
und wenigstens in Deutschland zum Thett noch 
unbekanten Pferdearzeneien. 
(aus den Hallischen Anzeigen.) 
1 Ein köstliches Mittel einem 
Pferde, welches nicht Stal 
len kan, aufs längste in 2 
Stunden dazu zu verhel 
fen. 
Nim Peterfilienfaamen 8 
Loth, koche solchen in einem 
Quart Wasser, seihe es durch, 
hernach thue dazu: Wacholder 
öl , Terpentingeist, Balsam 
von Copaiva, von jedem 1 Loch. 
'Gieb dem Pferde die Halste 
davon ein, und wenn das Stal 
len nicht erfolgen will, nach 
2 Stunden die andere Hälfte, 
so wird man die gute Wür- 
kung gewiß erfahren, wenn 
man zugleich das Pferd nach 
beigebrachtem Einguß ein wenig 
ausreitet. 
2. Ein herrliches Klystier in 
ebem diesem Zufalle. 
Nim Pappelkraut, Johan- 
nißkraut, von jedem 4 Hand 
voll," Gartenrauke 2 Handvoll, 
weiße Lilienzwiebeln 4 Loth. 
Siede dieses alles zusammen in 
4 Quart Wasser, und laß es 
bis auf ein halb Quart ein 
kochen, alsvenn seihe es durch, 
und thue dazu venetianfchen 
Terpentin 6 Loth , das Gelbe 
von 3 Eyern, Wacholderöl, 
Leinöl, von jedem 1 Loth, 
Anisöttz ein halbes Loth und 
applicire es dem Pferde. 
(Der Beschluß folgt.)
	        

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