Full text: Hessenland (51.1940/41)

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Ist klar, zumal die Weltanschauung der Germa 
nen auch durch die Abschaffung der Kultformen ihrer Göt 
terverehrung nicht vernichtet werden konnte. Blieb die 
Nasse im Germanentum erhalten, so mußte sie ihre Welt 
anschauung behaupten und endlich Sieger bleiben, nicht 
so, daß sie zu den alten Formen des heidnischen Kultus 
zurückkehrte (diese Hütten sich im Laufe der Jahrhunderte 
doch gewandelt), sondern so, wie es tatsächlich geschah, 
daß nämlich die neue Lehre mehr oder weniger willig 
angenommen wurde und nun so lange umgeformt wurde, 
bis alles Nassenseelenfremde ausgeschieden sein wird. 
Unsere Sinnzeichen spielen in diesem Ausgärungsprozeß 
eine große Nolle, müssen sie spielen. Sie sind für 
unser historisches Auge die wahren Le 
bensspuren unserer rassegetreuen Welt 
anschauung, die immer wieder in dem 
Kampfgebrodel der Jahrhunderte auf - 
tauchen. Die Kirche hat die Bedeutung der alten 
Zeichen wohl erkannt, aber sie konnte unternehmen, was 
sie wollte, sie konnte den Bannstrahl schleudern, töten 
oder mit sanfter Gewalt umzubiegen versuchen, die Zeichen 
in kirchliche Formen kleiden, immer wieder schlug die 
Nassenseele mit ihnen durch. Ein treffendes Beispiel ist 
der weihnachtliche Lichterbaum. Ein weiteres das vor 
christliche Kreuz. Kein anderes Zeichen hat die Kirche so 
für sich allein in Anspruch nehmen wollen, man bedenke 
aber, was allein das Eiserne Kreuz heute für uns be 
deutet. Wir zweifeln heute nicht im geringsten, daß die 
urewige Nassenseele unseres Volkes sich stärker erweisen 
wird als eine menschliche Organisation, die aus fremd 
rassischer Eigenart und Einstellung heraus erbittert gegen 
sie gekämpft hat. 
Der erwähnte zweite große Einbruch rassenfremder 
Kräfte fand statt mit der Emanzipation der Juden im 
19. Jahrhundert. Darüber ist so viel bekannt, daß weitere 
Ausführungen sich erübrigen. Liberalismus und soge 
nannte Aufklärung haben ebenso wie mit der rassegebun 
denen Weltanschauung, soweit sie nicht schon verfälscht 
war, auch mit den Sinnzeichen gründlich aufgeräumt. Die 
ser Vernichtungskampf gegen die deutsche Seele war aller 
dings damit dem Erfolg nahe, und nur ein Wunder hat 
ihn vereitelt, der Kampf eines Mannes, der uns heute 
als die Inkarnation der deutschen Seele erscheint. Und 
sein Siegen ist gebunden an eines der uralten Zeichen, 
das Hakenkreuz! 
Man wäre vielleicht versucht, noch an einen dritten 
großen Einbruch in die deutsche Seele zu verzeichnen: Die 
Maschine, aber sie bedeutet ja keinen Angreifer seelischer 
Qualität. Nur die Mechanisierung unseres Lebens mit 
einer volksfremden, rücksichtslosen kapitalistischen Ausbeu 
tung zugunsten Einzelner bedeutet eine Gefahr für unsere 
Seele. Die Maschine selbst, wie die Technik überhaupt, 
die sinnvolle Verwendung der Kräfte und Stoffe der Na 
tur, liegt ganz in der Linie der rassisch-gebundenen Stel 
lung unseres Volkes zur Natur. Die Einführung der 
Massenproduktion durch die Maschine hat den Gedanken 
der Verwendung von Sinnzeichen nicht beeinträchtigt, 
sondern eine wohltuende Klärung gebracht: Sinnzeichen 
gehören selbstverständlich nicht an Massenartikel, nicht 
einmal an serienweise hergestellte Handwerks 
erzeugnisse, sondern nur an einmalige Hand 
arbeiten, sei es nun im Handwerk oder aber vor 
nehmlich im Laienschaffen. 
Als Erzieher haben wir alsdann folgendes zu beden 
ken: 1. In den Sinnzeichen drückt sich die Weltanschauung 
der Erwachsenen aus, des Mannes, der Frau, die 
auf der Höhe des Lebens stehen, die glückhaft beruhen im 
Gefühl eins zu sein mit der großen Mutter Natur, die 
aufrecht stehen vor Gott, ihr Leben nach Necht und Gesetz 
der Gemeinschaft gestaltet haben und die Aufgabe, die 
ihnen nach ihrer Kraft Zugemutet wird, meistern. Wir 
aber sollen Kinder erziehen! Das ist ein Unterschied, 
der wohl beachtet werden muß! 
Viele meinen, das Kind kenne keine Sinnzeichen und 
-bilder, und wenn es sie kenne, verstehe es sie nicht. Sinn 
zeichen seien unkindlich. Weit gefehlt! Jeder Pimpf weiß 
und versteht etwas vom Hakenkreuz, nicht weil er in der 
Pimpfenprobe etwas davon wissen muß, sondern weil der 
weltanschauliche Gedankenzusammenhang, der durch die 
ses Zeichen versinnbildlicht wird, auch in der jungen Seele 
vieles zum Mitschwingen bringt, weil, genau gesagt, in 
seiner Seele bereits Inhalte vorhanden sind, die eine Zu 
ordnung neuer, in der gleichen Richtung laufenden Inhalte 
nicht nur ermöglichen, sondern geradezu verlangen. 
Kommt die stärkste Macht der Erziehung, die Gewöh 
nung, hinzu, so befindet sich der junge Mensch bereits 
auf dem Wege zum Aufbau der Weltanschauung. Stürme 
und Erprobungen sind auch im jugendlichen Alter nicht 
ausgeschlossen, sie müssen nur den Erzieher auf dem 
Posten finden. Daraus erhellt, daß eine jugenderziehe 
rische Pflege der Sinnzeichen nicht nur möglich, sondern 
notwendig ist. Wenn die Stürme des Lebens in der 
Reifezeit beginnen, die seelischen Stellungen zu berennen, 
so müssen sie bestens besetzt sein, der Kampf mag dann 
entbrennen. Manche behaupten, Sinnzeichen seien deshalb 
nicht kindertümlich, weil sie sich zu weit von der Natur 
entfernten, sie seien Abstraktionen. Solche Erzieher befin 
den sich aber sehr auf dem Holzwege, denn erstens sind 
Sinnzeichen und -bilder, alles andere eher als Abstrak 
tionen, denn sie haben mit dem Verstand und auch mit 
naturalistischer Darstellung nichts zu tun. Abstrahiert 
man Formen der Natur, was nur mit Hilfe des Verstan 
des möglich ist, so kommt man zu den planimetrischen 
oder stereometrischen Grundgebilden, und das sind so 
ziemlich die letzten „Schulgüter", die mit Seelenleben 
etwas zu tun haben könnten. Und vergleicht man einen 
auch nur einigermaßen naturgetreu gezeichneten Hahn 
mit dem Kirchengockel, so sieht man klar wie weit das na 
turalistische Bild vom Sinnbild entfernt ist. Hier dürfte 
der Satz gelten: Je näher dem Wirklichkeitsabklatsch, 
desto ferner der Seele! Eines freilich wäre zu beachten: 
Nicht alle Seeleninhalte der Erwachsenen sind dem Ju 
gendlichen in ihrer ganzen Weite schon zugänglich. Außer 
dem ist bis zu einem gewissen Alter jede Kinderzeichnung 
nichts anderes als ein „Sinn-Zeichen". Das jüngere 
Kind bis etwa 12 Jahre zeichnet ein Flugzeug doch nicht 
etwa, um sich Rechenschaft zu geben über sein Verständ 
nis der Konstruktion, nein, weil es den Flieger be 
wundert und diesen seelischen Zusammen 
hang zum Ausdruck bringen will! 
Ein Weiteres haben wir als Iugenderzieher zu beach 
ten: Gebieterisch verlangt die Jugenderziehung heute 
(nicht aus klügelnden Verstandeserwägungen heraus, son
	        

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