Full text: Hessenland (49.1938)

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Abb. 35 Truhe aus Amönau. Museum der Universität 
digungcn der Muschelform hindurchdrängen und sowohl 
an den Schränken, an der erwähnten Türe, wie auch auf 
dem Truhendeckel Zu finden sind. 
Weiterhin beachte man, daß die Blätterranken, die die 
Aufteilung der Vorderseite der Truhe Abb. 36 rahmen, 
ja die gleichen sind, die auch das Geländer der Buche- 
nauer Treppe (Abb. 12) ausfüllen, daß die gemalten, auf 
einem Zweige sitzenden Vögel der Truhe Abb. 34 auch 
einige der Schränke unserer Meister schmücken und vor 
allem auch, daß die Verwendung von Puntzenschlag, wie 
auf den borkenartig geschnitzten Streifen unserer Truhen 
gruppe und auf den Muscheln (Abb. 38), gerade bezeichnend 
ist wieder für die Art des Meisters Zur Absetzung der 
Schnitzereien von dem Grunde — auf den angeführten 
Schränken und auch auf der Türe (Abb. 19). 
Noch drei weitere aus der Werkstatt des Schränke- 
meisters hervorgegangene Truhen — davon die eine mit 
sauber gemalten Figuren in Tracht und der Jahreszahl 
1819, eine andere im Museum in Biedenkopf — 
sind dem Verfasser im Hinterlande bekannt ge 
worden und schließlich auch eine Lade, deren Herkunft 
aus dem Gasthaus Lenz in Mornshausen (vgl. S. 65, 
9. Zeile von oben) sich noch verfolgen läßt, jetzt als Hei 
ratsgut nach Kastellaun im Hunsrück gelangt. Diese zeigt 
Abb. 36 Truhe aus Warzenbach, 1799. Privatbesitz
	        
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