Full text: Hessenland (49.1938)

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26.3.); Dr. jur. Heinrich Wiegandt und Frau Ernestine geb. 
Keßler (Berlin-Dahlem, 2.4.)- Ludwig Hoßbach und Frau 
geb. Süße (Waltersbrück, 2. 4.). 
Geboren: Ein Junge: Schulmusiklehrer Emil Freund 
und Frau Martha geb. Seibel (Marburg, 10.2.),- Kapitän 
leutnant Hans Engel und Frau Irmgard geb. Schultze-Iena 
(Wilhelmshaven, 22. 2.); Or. W. Dersch und Frau geb. Rim 
bach (Marburg, 24.2.)- Pfarrer Otfried Scheele und Frau 
Else geb. Kaufmann (Cadeado via Ijuhy, Brasilien, 16.3.)- 
Wilhelm Bartsch und Frau (Marburg, 16.3.)- Prof. Dr. 
Langelüddeke und Frau (Marburg, 18.3.)- Dr. E. Diebschlag 
und Frau geb. Büttner (Marburg, 27.3.)- Emil Hermani und 
Frau Ella geb. Elmshäuser (Marburg, 2.4.)- Dr. Walter 
Krug und Frau Nose-Marie geb. Heimel (Kassel, 5. 4.)- Dr. 
O. Pickerodt und Frau geb. Kath (Kassel, 2.4.). 
Eine Tochter: Adolf Heldmann und Frau Anny geb. 
Theis (Gladenbach, 14.2.)- Rechtsanwalt Dr. Nocholl und 
Frau geb. Wellmann (Kassel, 18.2.)- Schriftleiter Wilhelm 
Naab und Frau geb. Neumann (Kleve, 26.2.)- C. Heithecker 
und Frau geb. Frankenberg (Rittergut Oberweimar, 12.3.)- 
Pfarrer Bernhard Heppe und Frau geb. Bartels (Cölbe, 16. 3.)- 
Leo Black) und Frau geb. Fritz (Marburg, 31.3.)- Dr. med. 
Karl Seibel und Frau geb. Wolfs (Vreitscheid/Dillkreis, 2.4.). 
Mitteilungen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 
Herausgegeben vom Vor st ande des Vereins 
Zweigverein Kassel 
Am 10.Januar 1938 sprach Volkswirt Bruno Jacob über 
Adam Trabert als Vorkämpfer des großdeutschen Gedankens 
in Kurhessen in der Krisis des Jahres 1866. Am 27. Januar 
1822 zu Fulda geboren, trat dieser 1848 in die Reihen der 
Demokratie und gründete den „Wacht auf" zu Fulda, dessen 
Haltung ihm eine Festungshaft auf Spangenberg eintrug. 
1863 in die kurhessischen Landstände für Hanau gewählt, 
wurde er 1866 ein scharfer Verteidiger der kurhessischen Selb 
ständigkeit, gründete 1868 die „Hessische Volkszeitung", nach 
deren Unterdrückung er zu Wien 1870 das „Österreichische 
Journal" ins Leben rief, das aber zugleich mit dem Mini 
sterium Hohenwart-Schäffle wieder erlosch. Dann lebte er als 
Jurist im Eisenbahndienst und später als Pensionär zu Wien, 
wo er zu den Begründern der christlich-sozialen Partei zählte 
und am 8. Februar 1914 starb. Der Vortragende, der manche 
persönliche Erinnerungen an Trabert Zu erzählen hatte, zeigte, 
daß Trabert im Kampf mit dem kleindeutschen Gedanken nicht 
als Partikularist, sondern als Deutscher gehandelt hat. 
Der wissenschaftliche Aussprachabend vom 24. Januar brachte 
einen Bericht von Regierungs- und Landeskulturrat Dr. 
Rolda über die Verkoppelungsgesetzgebung. Wir werden 
den Vortrag in Form eines Aufsatzes bringen. 
Über das architektonische Vermächtnis des 18. Jahrhunderts 
in Kurhessen sprach am 7. Februar Dr. H. Kram m. Rach 
einem Überblick über das Kasseler Barock, ausgehend von den 
Aufgaben, die Landgraf Karl einein Paul du Rh und einem 
Guerniero stellte, behandelte der Vortragende an Hand der 
Kasseler Denkmäler die Fortentwicklung jener großen Bau- 
periode. Im Mittelpunkt des Vortrages stand das Fuldaer 
Barock mit seinen HauptvertreternIohann Dientzenhofer, Maxi 
milian von Welsch, Stengel und Gallasini. Ausblicke auf die 
für Franken führende Architektur von Pommersfelden und 
auf jene zu Hammelburg, wo auch die Fuldaer Meister ar 
beiteten, legten Beziehungen zu der weiteren ümwelt dar, 
wobei immer wieder klar wurde, was Fulda für die Entwick 
lung der Baukunst des Barocks nicht nur in Hessen bedeutet. 
Schloß Adolphseck, die Kirche Zu Großenlüder, Eiterfeld und 
Iohannesberg zeigen schon die Weiterentwicklung und wie 
hier die Architektur in die Landschaft hineingestellt wurde. Im 
Gegensatz dazu sind bei den Architekturen von Weilburg und 
Arolsen andere Beziehungen maßgebend gewesen, die aber 
noch durch ein eingehendes Studium aufgehellt werden 
müssen. 
Zweigverein Hamburg 
In trauerndem Gedenken an das tragische Geschick der 
tödlich verunglückten großherzoglich-hessischen Fürstenfamilie 
hielt der Zweigverein im Dezember 1937 eine Feierstunde ab. 
Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden Dr. Hans Braun 
sprach Professor Dr. Doermer über die Heimat der Groß 
herzogin Eleonore, die oberhessische Stadt Lich, und danach 
Professor Dr. med. Nittershaus über das furchtbare Geschick, 
das seit fast 100 Jahren über dem großherzoglichen Hause 
waltete. Den Höhepunkt des Abends bildeten die Aus 
führungen der Dichterin Maria Darboven über ihre per 
sönlichen Begegnungen mit der großherzoglichen Familie. 
Es war ein glücklicher Gedanke, den Leiter des Aitonaer 
Stadtarchivs, Dr. Paul Th. H o f f m a n n, anzuregen, einmal 
die reichen Schütze des Stadtarchivs an Urkunden und Bil 
dern zur hessischen Landesgeschichte in einer Ausstellung der 
Öffentlichkeit Zugänglich zu machen. Die überraschend reich 
haltige Schau umfaßte Stücke von der Reformationszeit bis 
zu den deutschen Einheitskriegen und zeigte, daß durch die 
Jahrhunderte hindurch ein lebendiger Geistesstrom von Hessen 
nach der Unterelbe und zurück geflossen ist, unterstützt dadurch, 
daß hessische Prinzessinnen dänische Königinnen wurden und 
daß Landgraf Karl von Hessen, der Neffe Friedrichs V. von 
Dänemark, seit 1768 Statthalter der Herzogtümer auf Schloß 
Gottorp war. 
Den Bezugspreis für 1938 in höhe von Ritt. 5.20 bitten wir auf das Postscheck-Konto Frankfurt-Main 
Nr. 5015 der Gberhessischen Zeitung Marburg zu überweisen, soweit das bisher noch nicht geschehen ist. Mir 
bitten ferner etwaige Rückstände aus vorigem Jahr mitzusenden, von Beträgen, die nicht bei uns eingehen, 
nehmen wir an, daß Einziehen durch Nachnahme gewünscht wird. 
wir legen nochmals Zahlkarte bei und bitten, sich dieser freundlichst bedienen zu wollen, 
wir danken unseren Freunden, die neue Bezieher geworben haben, herzlich. Die der letzten Nummer bei 
liegende Bestellkarte war aber nicht für die alten Bezieher bestimmt. 
Unserer heutigen Nummer liegt für die Bezieher, die Zchulen sind, eine Beilage bei. 
Für die Schriftleitung verantwortlich: Dr. Friedrich Uhlhorn, Marburg-Lahn, Spiegelslustweg 17- Dr. Helmut Kramm, 
Kassel, Kölnische Straße 93. Zuschriften an diese Adressen oder an den Herausgeber, Marburg-Lahn, Markt 21. Unverlangt eingesandten 
Manuskripten ist Rückporto beizulegen. Verlag u. Druck: Dr. C. Hitzeroth, Marburg-Lahn. D. A.I/38: 850. Preis des Heftes 1.-RM.
	        

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