Full text: Hessenland (48.1937)

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aus. Der Hirsch wurde nach der Fährte angesprochen und wenn er als „Jagdbar" er 
schien, seine Fährte ausgearbeitet. Der Leithund durfte niemals die Fährte verlieren, 
mußte selbständig alle Widergänge des Wildes ausarbeiten und durfte auch auf warmer 
Fährte niemals Laut geben. Vor der Dickung wurde Halt gemacht und der Einwechsel 
waidgerecht verbrochen. Stand die Fährte nicht wieder aus der Dickung heraus, war 
Blick zum Schloß Aufn.: Möller 
also der Hirsch mit Sicherheit im Jagen, dann machte der Suchmann seinem Iagdherrn 
Meldung. 
Jetzt begann erst das eigentliche Jagen. Eine Anzahl Posten mit Hunden wurden 
so aufgestellt, daß der Hirsch nicht in ungünstiges Gelände ausbrechen konnte, das waren 
die Warten. Die dort aufgestellten Mannschaften hatten das heranslüchtende Wild zurück 
zujagen. Sie mußten deshalb stets achtsam sein und notfalls laut schreien und die 
Hunde hetzen. Das konnte langweilig werden, denn eine solche Jagd dauerte manchmal 
einen ganzen Tag. Das Wild hatte zuweilen glückhafte Widergänge gemacht und die 
Hunde abgeschüttelt, dann jagten diese auf falscher Fährte. Der Iagdherr, der die Meute
	        

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