Full text: Hessenland (46.1935)

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Buchenrod), zu denen steile Wege aus den 
Haupttälern hinaufführen. 
Vorherrschende Graswirtschaft kennzeichnet auch 
die auf dem Landrücken liegenden Gemarkungen, 
die dazu in Nordlage liegen. Hier tritt in Ver 
bindung mit dem Basalt braunkohlenführendes 
Tertiär auf, das aber augenblicklich ohne jede 
wirtschaftliche Bedeutung ist. Die Mutungen 
find unlängst von einer Fuldaer Firma noch Hol 
land verkauft worden. 
Die Buntfand st einflächen westlich 
der Hanne und Fliede bestehen aus zwei großen, 
flach in ihrer jeweiligen Mätte aufgewölbten 
Sandsteinschollen, die das „Vogelsbergrandtal", 
das sich einer alten Störungszone anschmiegt, 
Durchbruchstäler zerlegenv in die Sandsteinplatte 
ein, die Fulda durchbricht sie in windungsreichem 
Tal, dessen Anfang tektonisch angelegt ist, grad 
linig dagegen ist das Durchbruchstal der Lüder, 
die, aus dem Bafaltgebiet kommend, beide Sand- 
steinplatten zersägt. Im auffälligen Gegensatz zu 
diesen jugendlichen Tälern stehen breite Talmul 
den am Rande des Basaltgebietes. Hier find 
breite, vorbasaltische Täler am Rande des Sand- 
steingebietes erhalten, die noch die Basaltströme 
erkennen lassen, die sich einst in sie ergossen. 
Hier im Randgebiet, wo Basaltschutt und 
Sandsteinboden sich mischen, ist auch der relativ 
beste Boden, hier reihen sich im Jossa- und Lüder- 
tal die Dörfer aneinander. Eine Wallanlage und 
Hünengräber weisen auf die Anwesenheit des vor- 
Kbb. 4. Durchbruchstäler in der Buutsaudsteinplatte nördlich Fulda. 
öchlih Fulda Haune 
Buntsandsteinflächen sind punktiert. 
Fulda 
Haune 
trennt. Der Sandstein ist vorherrschend zu brau 
nem Mmldboden verwittert, auf den ebenen Hoch 
flächen fehlen aber Bleichungserscheinnngcn nicht. 
Bemerkenswert ist besonders der „Molkenboden" 
östlich der Fulda, die Vernässung ist hier durch 
Anreicherung feinstkörniger Bestandteile in etwa 
i Meter Tiefe bedingt, eine Podsoliernng ist aber 
auch erkennbar. 
Tiefeingeschnittene Täler gliedern den Rand der 
ebenen, nur im Himmelsberg von einer Basalt- 
kuppe irberragten Sandsteinfläche; nach dem Ful 
daer Becken und seinen Ausläufern hin findet sich 
stellenweise ein auffällig gradliniger, kaum zer 
legter Rand, der auf junge Flexuren hinzuweisen 
scheint. Aus diesen Niederungen dringen aber 
geschichtlichen Menschen hin. Nur im Fuldatal 
finden sich sonst noch aneinandergereiht Siedlun 
gen, hier boten Schotterterrafsen flachen Acker 
boden und Platz für die Siedlung. Sonst decken 
noch heute ausgedehnte Wälder, in denen erst seit 
etwa 200 Jahren der jetzt vorherrschende Nadel- 
baum die Buche verdrängte, die Sandsteinhöben 
und Hänge, deren Wafserarmut die Siedlung er 
schwert, obwohl die uralte Straße „A n t s a n - 
via" beide Sandsteinblöcke durchquert und sich 
auf ihnen mit alten Nebenwegen kreuzt (s. Ab 
bildung 4). 
Warum von der uralten Siedlungszelle des Fuldaer 
Beckens sozusagen keine Rodungen in den z T. garnicht 
so ungünstigen Waldbodrn vorgetragen wurden, müßte
        

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