Full text: Hessenland (46.1935)

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jetzt im Museum zu Fulda (Abb. 2)*). Hier 
hat der Anschluß au die fürstliche Hofhaltung 
den Aufwand an Zierrat noch gesteigert. Wun 
dervoll ist die Fafsung der Kanten des Vdas- 
serbehälters durch getriebene, früher vergoldete, 
schmiedeeiserne Ranken. Die Rückseite des Ka 
stens schmückt das Wappen des Fuldaer Fürst- 
abteö und Bischofs Amand Freiherrn von Buseck 
(*737—56). Die Inschrift lautet hier: 
seum zu Gießen). Der Alsfelder Wagen trägt 
dieselbe Inschrift wie der in Fulda, nur mit der 
Jahreszahl „1765". Bei dem aus Grüningen 
ist noch ausdrücklich hinzugefügt „Vor die Stadt 
Grüningen" und „Ao. 1778". 
Die vierte Generation (wenn wir den schon er 
wähnten Vater des Johann Georg, MAtthens 
Bach, hinzurechnen) treffen wir dann erstmalig 
mit dem Enkel des Johann Georg auf der Vaa- 
Llbb. 3. Feuerspritze aus Schlitz 1781 (Laudesmuseum Darmstadt) aufnähme: van der Smitzen-varmstadt 
„Durch Fleiß und Arbeit stehe ich 
Johann Philipp Bach von Solms Hungen 
Verfertigte mich 
1754." 
Diesen Johann Philipp Bach treffen wir dann zu 
nächst wieder auf zwei weiteren Wagen, der eine 
in Alsfeld in Hoffen (jetzt im Museum dort), der 
andere aus Grüningen bei Gießen (jetzt im Mn- 
1) Das Museum in Fulda besitzt noch eine zweite 
Wageuspritze aus dem Fuldaer Schloß Bieberstein mit 
der Jahreszahl 1624 mit nur einer Druckpumpe ohne 
Herousball. Kraftübertragung von der Hand nach der 
Pumpe durch zwei hölzerne Doppelhebel (frdl. Mit 
teilung von Prof. Dr. Vonderau in Fulda). Diese 
Spritze gehört zu den ältesten, die erhalten sind. Als 
Erfinder .der Feuerspritze gilt ja der Augsburger Gold 
schmied Anton Platner, von dem Spritzen 1518 er 
wähnt werden (siehe W. Doehring: Handbuch des 
Feuerlösch- und Rettungswesens, Berlin i88i). 
genspritze aus Schlitz in Hessen, jetzt im Lanoes- 
mttseum in Darmstadt (Abb. 3): 
„Durch Fleiß und Arbeit stehe ich hier 
Joh. Philipp und dessen Sohn Johann Peter 
Bach von Hungen verfertigten mich vor 
die Stadt Schlitz, Anno 1761." 
Von einem untergegangenen Wagen gibt uns 
ein im Museum zu Gießen noch bewahrtes 
Bruchstück des Wafserkastens Kunde, auf dem 
noch zu lesen ist: 
„Ich verfertiget worden 
von Johann Peter Bach 
in Hungen vor die Gemeind Holtzheim 
in der Wetterau, Anno 1796." 
Auch die Feuerspritze, noch heute im Spritzen 
haus des eine knappe Wegstunde von Schweins
        

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