Full text: Hessenland (46.1935)

Georg, Johann Peter: und Philipp Bach thun 
sie sich 
Nennen, zu Solms Hungen lernt man sie kennen. 
Ihre Arbeit entspricht den Bedingungen des 
„Accordes", den schon der Vater des Johann 
Georg mit der Stadt Homburg vor der Hohe 
über eine zu liefernde Spritze 1718 abgeschlossen 
Kirchhain, ist sogar heute noch im Gebrauch. Sie 
zeigt geschmiedete und ausgeschnittene Beschläge 
an den Kanten des Wasserkastens und auf den 
Feldern von diesem noch die alte 8Nalerei mit 
Löwenkopf, dessen Maul in ein Rohr überleitet. 
Im Gegensatz zu der Schweinsberger Spritze, 
bei der die Hebel und Druckbäume in der Rich 
tung des Fahrgestells liegen, wird an der Spritze 
in Niederwald von den Seiten gepumpt. Die Jn- 
hatte, nämlich „alles so zu verfertigen, daß die 
Bürgerschaft undt daß das gantze ambt ein satt- 
sames Vergnügen haben soll" (siehe später ange 
führte Akten). 
Eine Ilmschau ergibt nun noch eine ganze 
Reihe sehr ähnlicher, ebenso prächtig ausgestatte 
ter Wagenspritzen, die alle von Mitgliedern der 
Familie Bach zu Hungen (bei Gießen) in mehre 
ren Geschlechterfolgen geschaffen wurden. Eine 
von diesen, in dem kleinen Dorf Niederwald bei 
schrift auf der Rückseite des Wasserkastens lau 
tet: 
„Durch Fleiß und Arbeit stehe ich, 
Meister Johann Georg Bach und dessen 
Sohn Johann Philipp Bach von 
Solms Hungen verfertigten mich. 
Die stattlichste der erhaltenen Feuerspritzen ist 
wohl die aus dem ehemaligen Fuldaer Abtsschloß, 
171 
Ñbb. 2. Feuerspritze aus dem Schloß zu Fulda 1754 (Museum Fulda)
        

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