Full text: Hessenland (46.1935)

baues erheblich verändert und an anderen Stellen 
wieder aufgebaut wurden. 
Betrachten wir die Gesamtlage, so sehen wir 
das Hauptschloß als eine Zweiflügelanlage um 
einen mittleren Hof gruppiert mit einem großen 
Turm, der z. T. aus dem südlichen starken Mauer- 
zug vorspringt. Um dieses Hauptschloß zieht sich 
ein großes Mckuerviereck mit drei Eckrondelen und 
einem von zwei starken Rondellen flankierten Tor- 
bau auf der vierten, westlichen Ecke, von dem eine 
Zugbrücke über den um das Mauerviereck lau 
fenden breiten Graben in den Wirtschaftshof führt, 
der auf drei Seiten dem Graben vorgelagert ist. 
Die vierte Seite des Grabens im Südosten war 
durch einen Damm von einem großen Stanteich 
getrennt, aus dem der Schloßgraben gespeist 
wurde. Seitlich dieses Teiches verlief die Straße 
von Gemünden vor das Torhans des Wirtschaftö- 
hofes, zu dem auch die Straße von Haina hinein 
führt. 
Dieses Torhaus enthält in der Mitte ein 
Durchfahrtsgewölbe, links seitlich die Schmiede 
und rechts zwei Räume mit der Schreinerei. Was 
der obere Toraufban enthielt, ist nicht weiter an 
gegeben, wohl Kriegögerät, Hakenbüchsen und 
M'unition. Rechterhand des Torgebäudeg lag ein 
langes zweistöckiges Fachwerkögebäude auf mas 
sivem Sockel, das den alten Marstall, die Mühle 
und den Raum für das Wasserrad enthielt. Diese 
Mühle erhielt das Wasser aus Sem Gefälle des 
großen Teichs zum Schloßgraben. Isoliert an 
dem langen Marstall stand ein Komplex von Fach 
werksgebäuden, die das Schlacht-, das Brau- und 
Backhaus enthielten. ^Weiterhin stand das Vor 
ratshaus, ein Fachwerkbai: auf massivem Erdge 
schoß und mit einem vorspringenden Erker. Hin 
ter diesem und dem vorigen Gebäude lag ein be 
sonderer Viehhof mit anliegendem Schweinehaus 
und zwei Sauställen. 2kn den Hof grenzte ein 
langgestrecktes Gebäude, das den Kälberstall ent- 
Lrdgeschoß
        

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