Full text: Hessenland (46.1935)

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Abbildung 5. 
Die neuzeitliche Wasserversorgung der 5tadt Marburg. 
Don R. kommt aus dem Broegbrunnen (genannt nach 
Stadtbaumeister Ludwig Broeg) der kalte Bach am Wei 
ßenstein (W) vorüber znm Wehrdaer Werk mit seinen 
g Brunnen. Don hier 3 Leitungen den Wehrdaerweg 
entlang zu de» Hochbehältern auf dem Schloß (dem 
alten Hain, S), dem Renthof (R) und der Spiegels 
lust (Sp). Leitungen voin Schloßbehälter für die obere 
Zone (eng punktiert): Behringweg, ostwärts Schloß, 
westwärts Sandweg (unter Oammelsberg (Da) zum 
Hochbehälter für Ockershausen (D), bisher versorgt 
vom Soldatenborn (außerhalb, nach links von der 
Karte); abwärts zur Stadt durch die Lutherstraße, 
westwärts Sybelstraße, Rotenberg (Ro) zuni Elisa 
bethenhof (El), ostwärts Ritterstraße (Zweig in Ku 
gelgasse), Markt, Wettergasse, Renthof (R), Lecker- 
gäßchen, ostwärts Marbachertal, westwärts Ketzerbach, 
288 Nieter ü. ZT. ZT. und faßt 360 Naum- 
ureter. 1898 wurde eine zweite Turbine mit 
Kolbenpumpe gleicher Art und Größe aufge 
stellt. 1909 folgte eine Zentrifugalpumpe, die 
anfangs von einer jetzt als Lückenbüßerin bereit- 
stehenden Lokomobile von 30 PS. bewegt, in 
neuester Zeit von einem Elektromotor mit etwa 
100 PS. angetrieben wird, und stündlich 72 
Raummeter fördert. Dieser ganze Apparat diente 
zur Füllung des Hochbehälters im Stadtpark. 
Zu diesen drei Pumpen kam 1927 eine vierte 
Pumpe, angetrieben durch einen Elektromotor, 
mit 135 Raummetern Stundenleistung. 
Die Zahl der Bohrbrunnen stieg im Laufe der 
Jahre von vier auf neun; drei liegen rechts, fünf 
links des Fluffes und eine auf der Insel. Aus 
den io bis 18 NTeter tiefen Brunnen zieht eine 
hydraulische Luftpumpe das Waffer in einen 
Sammelbrunnen im Mühlenhof. Sie schaltet 
sich nach Bedarf selbsttätig ein und ans. 
Als die beiden Leitungen vom kalten Bach 
zum Renthof und von dem Sammelbrunnen zum 
Stadtpark für die Versorgung der Stadt nicht 
mehr ausreichten, wurde zur besseren Ausnutzung 
der Förderleitungen zu den Hochbehältern die Lei 
tung vom kalten Bach zum Renthofbehälter mit 
dem Pumpwerk in Wehrda verbunden und sein 
Onellwafser dem Wafserwerkbrunncn zugeführt. 
Seitdem füllt die eine Kolbenmaschine den Schloß 
behälter für die Oberstadt, die Zentrifugal 
pumpe mit 135 Raummetern stündlicher Leistung 
durch ein 200 Millimeter weites Rohr den Rent 
hofbehälter für die untere Zone der Stadt. Bei 
Wassermangel in der Marbach und den Beh 
ringwerken kann vom Renthof aus dahin rück 
läufig Waffer abgegeben werden. Die andere 
n. v. Wilhelm-Roserstraße bis Behringlaboratorium 
(Behr). Dom Renthofbehälter (R) wird die untere 
Zone (weit punktiert) bis zu der Lahn versorgt. 
Oberer Ortenbergbehälter (Ep): Fallrohr, neben dem 
Steigrohr, füllt den unteren Behälter und führt in die 
obere Zone: nordwärts Elsässer- (E) und Lothringer 
straße (L), südwärts Georg Doigtstraße (GD). Unte 
rer Behälter versorgt die untere Zone: nordwärts 
Schützenstraße (S), Gefälle, alte (aK) und neue Kas 
selerstraße (nK), vor dem Bahnhof (B) vorbei Hin- 
denburgstraße; südwärts Sommergartenweg (SG), alte 
Kirchhainerstraße (aK), Kaffweg (KW) bis A. T. D.- 
Haus, Abzweigung für Weidenhausen (Wh), Behälter 
unter dem Bismarckturm (Bi), von der Großseelhei- 
mer Straße (Gr. Str.), südwärts Ebsdorferweg (E), 
init Ausschluß der Landesheilanstalt, die ihr Wasser 
von dem Wasserwerk Ronhausen bezieht, Roll 
wiesenweg (R), Zeppelinstraße (Z), durch die Lahn 
zum Klärbecken (Kl). Oer Hochbehälter auf dem 
Ortenberg (Sp) versorgt somit das gesamte Gebiet 
östlich der Lahn.
        

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