Full text: Hessenland (46.1935)

95 
Aus der Heimat. 
Frau Martha Frohwein 1 ' 
Am 25. April verstarb in Ebsdorf, Kr. Marburg, 
Frau Martha F r o h w e i n , die sich unter dem Namen 
„Hessenbaas" einen Namen gemacht hat. In Wort 
Personalien. 
Geboren: Ein Sohn: Dipl.-Jng. Paul Säuber 
lich und Frau Ursula, geb. Koß (Berlin, 5. 40 : Hans 
von Bnttlar und Frau Eva, geb. Wusions (Kassel, 
4. 4 -): Dipl.-Jng. Walter Gueffroy und Frau Ilse, 
geb. Schlätz (Kassel, 7. 4 -)! Dipl.-Jng. Plöger und 
Frau Charlotte, geb. Schulz (Harleshausen, 15. 40 : 
Dr. Wolsgang Schüller und Frau Else, geb. Möller 
(Kassel, 21. 4.): Oberstleutnant Iahn und Frau Julia, 
geb. Stephan! (Berlin, 23. 4 -); Kapitänleutnant 
Klans Bahr und Frau Gisela, geb. Badenhausen 
(Kiel, g. 5.); Oiplomkanfmann H. Crede und Frau 
Else geb. Weidemeyer (Kassel, g. 5.); Oiplomkauf- 
mann Erich Wols und Frau Margarete, geb. Hoch- 
stctter (Kassel, g. 3.): Dr. Albrecht Kippenbcrger und 
Frau Margarete geb. Killing (Marburg, 14. 5.): 
Forstassessor Joachim Volkmann und Frau Gela, geb. 
Steinhardt, (Kassel, 24. 3.): Lothar Stengel v. Rut- 
kowski und Frau Monika, geb. Hoppe (Jena, 23. 3.) 
Eine Tochter: Landgerichtsrat Lothar Hanck 
und Frau Luise, geb. Kissel (Kassel, n. 4 -)! 2 lpotheker 
Rhein und Frau Luise, geb. Recciug (Kassel, 21. 4 -): 
Forstassessor Ernst Belitz und Frau Jrmgard, geb. 
Hops (Görlitz/Schlesien, 28. 40 - 
Vermählte: Dr. Wilhelm Steitz und Frau Hilde 
gard, geb. Eicker (Kassel, 10. 4 -)! Dr. Karl Naß und 
Frau Aenne, geb. Oietz (Kassel-Marburg, 23. 3.); 
Karl Siebert und Frau Käte, geb. Feußner (Kassel- 
Marburg 23. 3.): Landgerichtörat Dr. Sandrock und 
Frau Charlotte, geb. Bauer (Leipzig, Mai); Pfarrer 
und Schrist verstand sie es, die Ereignisse des Volks 
liedes darzustellen, auch ihre launigen Artikel fanden 
freudige Leser. Frau Frohwein war ein Leben lang 
eine eifrige Förderin althessischer Volksbräuche. 
Alfred Niebergall und Frau Jrmgard, geb. Schüler 
(Marburg, 3. 5.); 2 llbert Knebel und Frau Annema- 
rie, geb. Schmidt (Marburg, n. 5.): Gerichtsassessor 
Kurt Wüstenberg und Frau Hildegard, geb. Bötte 
(Marburg-Berlin, 21. 3.). 
Gestorben: Rechnungsrat Friedrich Wilhelm Kämpf, 
85 I. alt (Kassel): Vina von Eltester, geb. Kntzbach 
(Kassel, 3. 4 -): Geh. Oberkriegsgerichtgrat a. D. Her 
mann Bormann (Kassel, l\. 40 ; Hauptschriftleiter Dr. 
Walter Pehnt (Kassel): Reichsbahn-Inspektor August 
Beyer, 6i I. alt (Kassel, g. 40 : Bauunternehmer 
Christian Heilwagen, 60 I. alt (Kassel, g. 40 , Leh 
rer i. R. H. Corell, 82 I. alt (Marburg, 13. 40 : Ame 
lie v. Buttlar, geb. Schwertzell zu Willingshausen, 80 
I. alt (Buttlar/Rhön, 13. 40 : Rechnungsrat i. R. 
2 llbert Strothmann, 80 I. alt (Kassel, 23. 40 : Reichs- 
bahnobcrrat August Schlott, 66 I. alt (Kassel, 24. 
4.): Frau Martha Frohwein, geb. Büchner (Ebsdorf, 
Kr. Marburg, 23. 40 : Regierungsrat Dr. Josef 
Schwab, 43 3 - alt (Kassel, 2g. 40 : Landesbaurat 
i. R. Schmohl, 66 I. alt (Marburg, 5. 3.); Kunst 
maler Rudolf Thomas (Kassel, 8. 3.); Fabrikdirektor 
i. R. Louis Jacob (Kassel, g. 5.); Reichsfreiherr Ru 
dolf von Türckheim zu Altdorf (Rittergut Schachten, 
12. 3.): Landwirt und Leutnant a. O. Achim Rieß 
von Scheuernschloß, 36 I. alt (Berlin, 12. 3.); 
Hauptlehrer H. Creß (Wetter, Kr. Marburg, 17. 3.); 
Generalleutnant a. D. Gustav Fritsch (Kassel, ig. 5.); 
Oberbaurat a. O. Karl Baritsch (Kassel, ig. 5.); Rech 
nungsrat Carl Prael, 76 I. alt (Kassel, 25. 3.). 
Mitteilungen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde. 
Herausgegeben vom Vorstände des Vereins. 
Zweigverein Gelnhausen. 
2 lm 3. November ig 34 sprach Herr Julius 
Frey über „D i c Gerberzunft und die 
Leineweberzunft in Gelnhausen und 
kl m g e g e n d". Heute noch erinnern Gelnhäuser Orts 
namen, wie Löhergasse und Lohmühle an das alte, setzt 
verschwundene Handwerk. Benutzt waren folgende 
Duellen: Satzung der Gelnhäuser Rotgerberzunft von 
1360 im Staatsarchiv Marburg, dsgl. von 1704 im 
Germ.-Museum in Nürnberg, ältestes Geschoßbuch der 
Stadt Gelnhausen von 1730 und das Zunftbuch der 
Rotgerberzunft vom 22. 11. 1720, sämtlich im Stadt 
archiv Gelnhausen. Durch sie waren die Zunftherren 
zu ermitteln, die der Rat der Stadt mit der Vertre 
tung der Zunftinteressen beauftragt hatte. Der Meister- 
oder Jahrestag war bis 1733 der erste Sonntag nach 
Neujahr, dann der darauf folgende Montag. Oie 
Znnftstube befand sich zuerst in der Löhergaffe, später 
im „Weißen Roß". Die Aufnahme von Meistern und 
Lehrlingen sowie dag „Losfprechen" fand nach her 
kömmlichen Zeremonien und Gebühren statt. 2 luch 
famili'enkundlich sind die Quellen sehr wichtig, enthalten 
sie doch die Namen aller Zunftgenossen mit genauen 
2lngaben und Daten ihrer Lebensoerhältnisse. 
Oie Leineweber gehörten ursprünglich der Hocken 
zunft an und bildeten erst von 1706 an eine besondere 
Zunft. Für sie sehr aufschlußreich ist das im Stadt 
archiv Gelnhausen liegende Znnstbnch der Leineweber- 
znnft von i7o6/i86g. Oer Jahrestag dieser Zunft war 
der St. Matthiastag. Das Zunftbuch nennt je einen 
Landmeister in Rückingen bei Hanau und in der Ge 
meinde Burg Gelnhaufen. Die Zunftmitglieder stamm 
ten teilweise aus regelmäßig wiederkehrenden Gebirgs 
gegenden (Vogelsberg, Rhön und Thüringerwald). Die 
Zunft, die 186g noch 7 Meister zählte, wurde in die 
sem Jahre aufgelöst. 
Auch von der Leineweberzunft in den ehemaligen 
isenburgische» Gerichten Meerholz und Lieblos ist ein 
Gesellen- und Meisterbnch erhalten. 
Über das Thema „Oer Fürst enhof zu Geln 
hausen, seine Besitzer und ihre Nach 
kommen" sprach Herr Oberstleutnant a. O. v 0 n 
Carlshaufen am 10. Dezember. Quellen über
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.