Full text: Hessenland (43.1932)

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ten. Die östlichsten Randteile des alten Kurhestens 
an der Werra trifft man auf den Blättern Tref 
furt, Kreutzberg und Schmalkalden, in deren Auf 
nahme fich Franßen, Bücking und N a u - 
mann geteilt haben. Eine spätere Lieferung von 
Kartenblättern der Preuß. Geol. Landesanstalt 
brachte auch die anderen Teile der Schmalkalder 
Enklave: Bl. Brotterode-Nuhla, Tambach und 
Mehlis-Schwarza. 
Im Jahre 1910 und 1911 erschienen zwei Liefe 
rungen mit zusammen 10 Blättern, welche das 
ganze Gebiet der Rhön umfaßten: Spahl, Klein- 
saffen, Hilders, Gersfeld, Ostheim vor d. Rhön, 
Sondheim, Hünfeld, Fulda, Weyhers und Tann. 
Daran haben in erster Linie Bücking, außer 
dem Blanckenhorn, Haack, Kall 
hardt und W. W a g n e r gearbeitet. Die 
Blätter Schlüchtern, Steinau a. d. Straße, Sal 
münster, Oberzell und Altengronau im Kinziggebiet 
hat Ntajor a. D. v. S e y f r i e d aufgenommen. 
Im Jahre 1915 kam endlich auch fußend auf ganz 
neuen Meßtischaufnahmen die Lieferung der zwei 
Blätter Marburg a. d. Lahn und Niederwalgern 
heraus, aufgenommen von Geh. Rat E m a n u e l 
K a y s e r , dem zuletzt Päckelmann assistierte. 
Von der isolierten hessischen Enklave an der 
mittleren Weser wurden die 5 Blätter Hesstsch- 
Oldendorf, Arzen, Hameln, Rodenberg und Lauenau 
durch G r u p e und Naumann bearbeitet, vom 
Nordgipfel des Regierungsbezirks Kassel die vier 
Blätter Hofgeismar, Hannöversch-Munden, Tren 
delburg und Odelöheim durch v. Könen, v. L i n- 
st 0 w und B r e d d i n. Die früher von K-. O e b- 
b e ck e und O. Lang vorbereiteten Blätter, Gu- 
densberg, Homberg a. d. Efze, Schwarzenborn, 
Nenkirchen und Niederaula wurden von mir selbst 
während des Weltkrieges fertig gestellt. Daran 
schloß sich die Aufnahme der drei Blätter Borken, 
Ziegenhain und Schrecksbach bis zum Südende der 
eigentlichen Niederhesfischen Tertiärsenke, endlich 
193 0 /3 1 auch noch diejenige der 3 Blätter Neu 
stadt-Arnshain, Kirchhain und Amöneburg-Hom 
berg a. d. Ohm am NW.-Rand des Vogelöbergs 
durch den Verfasser. 
So find im Laufe der Zeit von 1869—1931 
75 Blätter geologischer Spezialkarten von 23 Geo 
logen aufgenommen, beschrieben und zur Ver 
öffentlichung gebracht. Damit ist der größte Teil 
des ehemaligen Kurhessens oder jetzigen Regierungs 
bezirks Kassel geologisch untersucht, vier Blätter 
(an der Werra) find sogar schon in zweiter Auf 
lage erschienen. Ziehen wir Vergleiche mit anderen 
preußischen Regierungsbezirken oder Provinzen und 
benachbarten Bundesstaaten, so kann man ohne 
Übertreibung sagen, daß abgesehen von Branden 
burg, der Provinz Sachsen, dem Reg.-Bez. Trier, 
den Freistaaten Sachsen und Thüringen kein grö 
ßerer Bezirk in bezug auf geologische Erforschung 
und Kartierung so begünstigt ist als der Reg.-Bez. 
Kassel. Nur wenige Gebietsteile, die alle an den 
äußersten Grenzen in N., W. und S. liegen 
(der Osten ist ganz fertig) find noch nicht geologisch 
aufgenommen. Im Norden nur die Kartenblätter 
Rinteln, Cathrinhagen, Sachsenhagen, dann 
Karlöhafen, Uslar; im Westen Wolfhagen— 
Zierenberg, Naumburg—Niedenstein, Fritzlar (wo 
ich vielleicht im Jahre 1932 die Aufnahmen be 
ginnen werde), dann an der Waldeckschen Grenze 
die Blätter Warburg, Arolsen, Waldeck, Wil- 
dungen, Fürstenberg, Corbach, Medebach, wo 
schon vielfach vorgearbeitet ist. Die Blätter Fran 
kenberg, Battenberg, Biedenkopf, Wetter, Buche 
nau, Gladenbach find alle bereits aufgenommen 
und stehen vor der Veröffentlichung. Im Süden 
an der Grenze gegen die Hefsen-Darmstädtifche 
Provinz Oberhefsen liegen noch die Blätter Neu 
hof, Hintersteinau, Großenlüder, Salzschlirf, Brei 
tenbach, Grebenau und Kirtorf. Davon ist Großen 
lüder und Neuhof von mir bereits aufgenommen 
und wird in Bälde als Lieferung 314 herausge 
geben. Die andern genannten Grenzkarten sollen 
nach Vereinbarung von der Hefsen-Darmstädtischen 
Geol. Landesanstalt in ■ Angriff genommen werden. 
Von dem vielseitigen Intereste, das die geo 
logischen Spezialkarten bieten, und dem Beifall, 
den sie beim Publikum (den Geologen, Geographen, 
Bergleuten, Industriellen, Lehrern, Landwirten, 
Forstmännern, aber auch vor allem wanderlustigen 
und für die Natur interessierten Touristen) gefun 
den haben, zeugt der Umstand, daß schon 29 von 
den aufgezählten erschienenen Spezialkarten aus 
verkauft oder im Buchhandel vergriffen find, also 
einer Neuauflage bedürfen. Es find das die Blät 
ter: Waldkappel, Eschwege, Sontra, Netra, 
Hönebach, Witzenhausen, Groß-Almerade, Allen- 
dorf a. d. Werra, Hersfeld, Geisa, Melsungen, 
Hesfisch-Lichtenau, Gelnhausen, Bieber, Hanau, 
Wilhelmshöhe, Kastei, Beste, Oberkaufungen, 
Frankenau, Kellerwald, Treffurt, Creuzburg i. Th., 
Schmalkalden, Fulda, Tann, Spahl, Kleinsasten, 
Hilders, Gersfeld und Sondheim a. d. Rhön. 
Von dem Gebiet des ehemaligen Fürstentums 
Waldeck, das jetzt erst mit dem Preußischen Reg.- 
Bez. Kassel vereinigt ist, liegen noch keine fertigen 
geologischen Karten vor. Doch haben auch dort die 
ersten Aufnahmearbeiten begonnen. 
In der zum Freistaat Hesten-Darmstadt gehöri 
gen Provinz Oberhefsen, die auf 3 Seiten vom 
Preuß. Reg.-Bez. Kassel umschlossen wird, werden 
die geologischen Aufnahmen von der Hessischen
	        

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