Full text: Hessenland (39.1927)

Die hessische Verwandtschaft von Aug. 
Herm. F r a n ck e. 
Von Lic. Rudolf Fraucke. 
Als ich vor einer Reihe von Jahren in Heldra im 
Kreis Eschwege Familienforschungen nachging, mußte 
ich zu meinem Leidwesen erfahren, daß die Kirchenbücher 
nur bis zum 30 jährigen Kriege zurückreichten. Ich 
war daher darauf angewiesen, die mutmaßlichen Vor 
fahren unseres ältesten Stammvaters auf andere Weise 
zu ermitteln. Der Name Frank (Frankk) kommt zum 
ersten Male auf einem Kelche vor, der im Jahre 1611 
von einem Schultheiß Christian Frank gestiftet wurde. 
Ein Johann Frank wiro 1636 als Schultheiß von 
Heldra genannt. Eine von „Herrn Dr. Franken bet die 
Heldrische Kirche verehrte Kurfürstenbibel" stammt aus 
dem Jahre 1666. Der Stifter kann niemand anders 
sein als der Vater von Aug. Herm. Francke, der Hof- 
und Justizrat Johannes Francke, dessen Vater Christian 
im Jahre 1628 als Bäcker von Heldra nach Lübeck aus 
gewandert war. Dieser Justizrat Fr. war zuerst Dom- 
Syndikus in Lübeck und wurde 1666 nach Gotha be 
rufen, wo er 1670 starb. Sein Sohn August .Her 
mann wurde am 23. März 1663 in Lübeck geboren. 
Personalien. 
Ernannt: Opernsänger Robert Bartram in Kassel 
zum Kammersänger; zu Rektoren: Mittelschullehrer 
Beckers in Hanau; Lyzeal-Oberlehrer Hassen- 
Pflug in Kassel; in Elgershausen der Lehrer Rit- 
t erbn sch aus Wesermünde; zum Konrektor: der Leh 
rer Sprenger in Bebra; zur Konrektorin: die Leh 
rerin I u p p e in Großauheim; zum Hauptlehrer: der 
Lehrer Wigand in Naumburg; Pfarrer B ö l g e r - 
Hellstein zum Bezirksjugendpfleger des Regierungsbe 
zirks Kassel; Regierungsassessor Dt. Kollath bei 
der Regierung in Kassel zum Regierungsrat; Steuer 
amtmann Kühn in Melsungen zum Regierungsrat; 
die Pfarrer extr. T i s ch e r in Germerode, D e h n - 
h a r d in Rengshausen und Bohlender in Spielberg 
zu Pfarrern daselbst; der Pfarrer B l a z e j e w s k i in 
Rockensüß zum 1. Pfarrer der Altstädter Gemeinde in 
Eschwege; zu Obersteuersekretären die Steuersekretäre: 
M e r g a r d in Kassel, S t r i tz k e in Hanau, H a a ß 
in Hünfeld; zu Oberzollsekretären die Zollsekretäre: 
Pfeffer in Eschwege, M ü l o t in Kassel, Sander 
in Melsungen, Rapp in Hanau; zum Zollsekretär der 
Zollassistent Ries in Fulda; Regierungsbaupraktikant 
Brauns in Marburg zum Regierungsbauobersekretär, 
die Kreisobersekretäre Bieg in Gelnhausen zum ordent 
lichen Mitglied und Gerl off. in Melsungen zum 
stellvertretenden Mitglied des Prüfungsausschusses für 
die bei den Landratsämtern anzustellenden Kreissekretäre. 
Bestätigt: Dr. rsr. pol. Otto Schmidt, seither 
Bürgermeister der Stadt Harzgerode, zum Bürgermeister 
der Stadt Melsungen; der zum Oberbürgermeister der 
Stadt Marburg gewählte seitherige Bürgermeister von 
Marburg Müller; der zum Bürgermeister der Stadt 
Großalmerode gewählte seitherige Stadtobersekretär 
Louis Wieder st ein. 
Übertragen: dem Förster Schmidt zu Leuterode, 
die Försterstelle Caldern; den überzähligen Förstern 
Eggert, die Försterstelle Jesberg; Gel ch, die För 
sterstelle Klein-Ropperhausen; I a n e tz k e, die Förster 
stelle Odelsheim; K a u p i s ch, die Försterstelle Burg 
haun und P ü s ch e l, die Försterstelle Theerhütte; dem 
Forstsekretär Schneider, Obersörsterer Kirchditmold, 
Weiter tvird im Kirchenbuche genannt: Elisabeth, 
Adams Franken hinter!. Wittib, geb. 1631, f 30. 6. 
1712. Dann folgen in den Kirchenbüchern noch ver 
schiedene Glieder der Familie Francke, so daß sich etwa 
folgender mutmaßlicher Stammbaum ergibt: 
Christian Frank, Schultheiß in Heldra, geb. 1565? 
Johann Friedrich, geb. 1590? Christian, geb. 1595? 
Schultheiß in Heldra 1636 Bäcker, 1628 nach Lübeck 
Adam, geb. 1625? Johannes, geb. 1620? 
verheiratet mit Elisabeth, verheiratet 1651 in Lübeck, 
geb 1631 f 1712 f 1670 als Justizrat in Gotha 
Johann Christoph Johann Heinrich August Herrmann 
Amtmann in Tref- Bürgermeister geb. 23 3. 1663 in 
fürt, geb. 1660? geb. 1665 Lübeck, f 8. 6. 1727 
st 1702, verh. mit st 1728 in Halle 
A.G geb. Klinkerfuß 
Von ihm Gotthilf 
Von ihm stammt die stammen Ohne Nachkommen 
hessische Pfarrer- wahrscheinlich 
familie Francke ab. die in Heldra 
ansässigen Franckes ab. 
die Försterstelle Hattenbach; dem überzähligen Förster- 
Clausius, Oberförsterei Steinau, die Försterstelle 
Niederklein; dem überzähligen Förster D r e) dy e r, die 
Försterstelle Machtlos; dem Stadtoberschulrat Boese 
in Kassel nebenamtlich die staatliche Schulaufsicht über 
die Mittel- und Privatschulen der Stadt Kassel und 
dem Stadtschulrat B e t t i n g daselbst über die Volks 
und Hilfsschulen der Stadt Kassel. 
Endgültig angestellt: die Lehrer Haas in Ober 
möllrich, Plettenberg in Moischt, Bachmann 
in Rengsfeld; die Lehrerin F r e d e r k i n g in Wa 
bern ; die Schulamtsbewerber F a ck in Weidebrrinn und 
Heinrich Carl in Herlefeld. 
Berufen: Kapellmeister Wilhelm Franz Reuß vom 
Städtischen Opernhaus Berlin als erster Kapellmeister 
an das Staatstheater in Kassel. 
Verliehen: die Rettungsmedaille am Bande dem 
Zivilmaschinisten Kurt Rother in Philippstal. 
Versetzt: Oberförster Holländer in Elnhausen 
auf die Oberförsterstelle Rantzau; Pfarrer Schmidt 
zu Battenberg ist ab 1. Juli an die Ringkirche zu 
Wiesbaden versetzt; Regierungsrat Wegeler vom 
Landratsamt Mayen zur Regierung Kassel; Reg.- und 
Kulturrat Dr. H o e f i g aus Hersfeld an das Kultur 
amt in Kiel; die Lehrer Linde von Schmalkalden 
nach Frankenberg, R u h l a n d von Frankeubcrg nach 
Schmalkalden, G o e b von Uerzell nach Niederklein, 
Höhn von Ohndorf nach Großhegesdorf, Walker- 
l i n g von Niederaula nach Süß, N ö l k e r von Höhne 
bach nach Mecklar, Drescher von Widdershausen nach 
Löhlbach. 
In den Ruhestand versetzt: Abteilungspräsident Dr. 
Finger vom Landesfinanzamt Kassel. 
Vermählte: Rechtsanwalt Dr. Karl Zuschlag und 
Frau, Charlotte, geb. Noelle (Köln, 7. 5.); Handels- 
redakteur Gerhard W i l h e l m i und Frau, Liselotte, 
geb. Tesch (Kassel, 21. 5.); Karl K r e ck und Frau, 
Rosa, geb. Thiele (Indianapolis, U. S. A.); Dr. phil. 
Maximilian Krafft und Frau, Erna, geb. Astroth 
(Marburg-Bochum, 22. 5.); Studienrat Emil Jung- 
h e n n und Frau, Martha, geb. Braun (Kassel, 4. 6.).
	        

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