Full text: Hessenland (37.1925)

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Zur Witzenhäuser Festschrift. 
Es ist mir ein Bedürfnis, einige kleine Versehen, die 
sich bei der Niederschrift der Witzenhäuser Stadtgeschichte 
eingeschlichen haben, trotz ihrer sachlichen Belanglosig 
keit richtig zu stellen. 1 
1. Auf Seite 1 werden als im Werratal aneinander 
grenzende Bezirke die Bistümer Büraburg, Erfurt und 
Hitdesheim erwähnt. Das letztere ist jedoch höchstwahr 
scheinlich erst gegründet, als die anderen bereits im 
Mainzer Erzbistum aufgegangen waren, und hat ver 
mutlich auch nicht bis an die Werra gereicht. Die 
Leinegegend ist wahrscheinlich sofort nach ihrer Christi 
anisierung dem Erzbistum Mainz unmittelbar unterstellt 
worden. 
2. Der hl. Nikolaus war, wie mir Edward Schröder 
mitteilte, nicht der Schutzheilige der Fischer (so S. 34), 
sondern der der Schiffer. Infolgedessen liegt keine Ur- 
Personalien. 
Verliehen: dem Regierungsobersekrctür Neumann 
eine Regierungsinspektor-Stelle. 
Ernannt: Landgerichtsrat Bach mann in Kassel 
zum Mitglied der Reichsdisziplinarkammer daselbst; Amts 
gerichtsrat I ü n g st in Kassel zum stellvertr. Präsidenten 
der Reichsdisziplinarkammer daselbst; Dr. Ludwig Thor- 
ina e h l e n, geborener Hanauer, zum Kustos an der 
Nationalgalerie in Berlin; Steuerassistent Gutber- 
let vom Finanzamt Wiesbaden zum Steuersekretür; 
Rechtsanwalt Franken in Fulda zum Notar; Studien 
rat Ra hm er in Dillenburg zum Oberstudienrat; zum 
Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Mansbach der 
dort auftragsweise tätige Pfarrer Herrmann; Pfarrer 
4 o r f f in Rauischholzhausen zum Pfarrer in Hess. Ol 
dendorf; zu Rektoren an der Knabenmittelschule in Ha 
nau der Mittelschullehrer Albert Schmidt in Hanau, 
an der Mädchenmittelschule in Hanau der Mittelschul 
lehrer Georg Bolender in Hanau; zu Konrektoren 
in Hess. Lichtenau der Lehrer Schröderin Sterbsritz, 
der mittleren Schule Schlüchtern der Lehrer F l a d u n g 
daselbst und Lehrer W. Hamel in Marburg; zum 
Hauptlehrer Lehrer Woitenneck in Röllshausen; 
Rcgierungsrat Heldmann vom Wehrkreiskommando I 
in Königsberg (Pr.) zum Oberrcgierungsrat im Reichs- 
wehrministerium in Berlin. 
Beauftragt: Landrat Dr. Usinger in Fritzlar mit 
der auftragsweisen Verwaltung des Landratsamtes im 
kreise Jüterbog-Luckenwalde. 
Bestätigt: der zum Bürgermeister der Stadt Liebenau 
wiedergewählte Bürgermeister Wittmer; der zum 
Privat-Handelsschule Siebert 
für höhere Töchter- und Mittelschulreife 
Kassel, Wilhelmshöher Platz 4, II. 
Beginn des Minier Halbjahres Anfang Moder. 
Anmeldungen werden entgegengenommen. 
fache mehr vor, die Wüstung Stempelshausen für ein 
ehemaliges Fischerdörfchen zu halten. 
3. Die Jakobskapelle, die lange vor 1427 im Kriege 
zerstört worden war (Seite 54), ist später wieder auf 
gebaut worden. 1514 werden in einem Testament (Huys- 
kens, Werraklöster, Nr. 1638) 1/2 Gulden zu der Messe 
in St. Jakob gestiftet; damals muß also die Kapelle 
wieder gottesdienstlichen Zwecken gedient haben. 
Bei dieser Gelegenheit sei mir gestattet, darauf hinzu 
weisen, daß die Nichtbehandlung der Witzenhäuser Kolo- 
nialschnle in der Festschrift, die in verschiedenen Kritiken 
mit Bedauern vermerkt worden ist, damit zusammen 
hängt, daß ich ausdrücklich beauftragt worden bin, die 
Zeit nach 1866 nicht in die Darstellung einzubeziehcn. 
Infolgedessen konnte die 1899 gegründete Kolonialschule 
keine Berücksichtigung finden. 
Karl A u g u st Eckhardt. 
Bürgermeister der Stadt Mendorf a. W. gewählte 
Bürgermeister Dr. E u l e r t in Mecklenburg. 
Gewählt: Schwester Lioba Trost zur Äbtissin der 
Benediktinerinnen in Fulda. 
Überwiesen : Negierungsassessor N i e m e y e r beim 
Landratsamt Hanau der Regierung Aurich. 
Endgültig angestellt: die Lehrer Berg in Heenes, 
S t e t t n e r in Rückingen, Werner in Sanders 
hausen, Setz körn in Stolzenbach, S ch ö l z e l in 
Roda, Hebeler in Burguffeln; die Lehrerinnen Zier 
in Rinteln, Horn, geb. Althaus, in Hanau. 
Versetzt: Katasterdirektor Ho che von Hünfeld nach 
Sangerhausen; Amtsgerichtsrat Eifsengarthen von 
Treysa nach Rauschcnberg; Amtsgerichtsrat Dr. Keck 
von Rauschenberg nach Treysa; ehem. Oberbürgermeister 
der Stadt Hanau G. H i l d, zuletzt als Regierungsrat 
bei der Regierung in Kassel, an die Regierung, in Schles 
wig als Oberregierungsrat; die Reg.-u. Kulturräte W e s- 
} e l von Frankenberg nach Halle a. S. und Dr. Heyer 
von Coburg nach Frankenberg; Landmesser Riemen- 
schneider von Wiesbaden nach Fulda; die Vermes- 
sungsfekretäre Baerthel von Kassel nach Fulda und 
Bür mann von Kassel nach Hanau; die Lehrer 
S a t t r u p von Traisbach nach Künzell, Otto Manns 
von Langenselbold nach Wachenhausen, E y m e r von 
Oberurff nach Treisbach, T r e b i n g von Lingelbach 
nach Laudenbach, Baumgarten von Emsdorf nach 
Allendorf, Kr. Kirchhain, W. P e t e r s 0 h n von Kassel 
nach Betzigerode; Medizinalrat Dr. S t e i n in Grimmen 
Sarpagazin von Schreinerinnungsmeistem 
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