Full text: Hessenland (36.1922)

[Rechnungen des Hospitals Trends:] 1556 — 1658 
[fehlen!). 
[fiteste Akten des Hospitals Trende:) 1658 [Stis- 
tnngsbrief ... über 10 Reichstaler). Ich Hanß Georg 
S a l i n g k Gertraud! meine ehel. Haußfraw thuen kundt 
vnd bekennen ... Trendelburgk, 0 . 241. Februarij Anno 
1658. 41 
[Rechnungen des Hospitals Trende:) 1659 [v. F.): 
... Schußl e.r — Nagell — Ne 11 eßino — 
Johann Richter Pfarer zu Eberschütz — Metropoli 
tano und Pfarhern Georgio Bernhardt ... 
1660 [fehlt!]. . 
1661 [v. F.): ... Knoche — Lu 1 1erssen — 
Hellern — Wetze! — das Sichenmädgen — Sophia 
die Bademutter .. . 
1662 [v. F.): ... Henrich Füllin gs leich bestat- 
tung — Geule 
1663 [fehlt!). 
1664 [v. F.): ... M ö h l — E n d e m a n — Gras 
— Kontze ... 
1665—1666 [fehlen!). 
1667 42 [v. F.): ... Knop — Steiniger — 
Köhler ... 
1668 [v. F.): ... des Schulmeisters Cunradt Köh 
lers Lei. Sarck erkaufst ... Johannes Becker der 
schreiner ... U t h o r i u s .. . 43 
[Rechnungen über Einnahme und Ausgabe des Hospi 
tals Trenge, 1640—1699: 44 ] 1695, Ausgabe Korn vor 
die Armen in der Gemeinde: 1 Mtz. Daniel Sticken. 
44 Ein undatierter Einspruch der El au tischen Erben 
gegen diese Stiftung, die darauf erfolgte Entscheidung 
vom 18. VIII. 1698 und die nachfolgenden Urkunden von 
1699, 1706 usw. wurden nicht durchgesehen. 
42 Das Quartheft ist in einen Pergamentrücken ge 
bunden, desgleichen dasjenige von 1668. Ersterer stellt 
das Fragment der frühgotischen Niederschrift eines geist 
lichen Liedes in Noten dar, letzterer dasjenige einer Ur 
kunde gleichen Alters. Auch einige Trendelburger Kirchen 
rechnungen (z. B. 1616/18 ?) sind in derartige Per 
gamentrücken gebunden. Es ist möglich, daß die in der 
Längsrichtung zu schmalen Streifen zerschnittenen Ur 
kunden sich in mühsamer Arbeit zusammensetzen lassen; 
Daten und Personennamen habe ich bei flüchtiger Durch 
sicht nicht gefunden; eines der Fragmente scheint aus 
1304 zu stammen. Vielleicht handelt es sich um Helmars 
häuser Urkunden, vielleicht um solche aus der alten 
Kirche zu Trende. 
43 Die Rechnungen des Hospitals von 1669—1699 
wurden von mir noch nicht bearbeitet. 
44 Diese befinden sich im Hess. Landesarchiv zu Mar 
burg und wurden bislang lediglich bezüglich des Vor 
kommens des Hamiliennamens Stück bearbeitet. 
1696, Ausgabe [wie vor): i Mtz. Daniel Sticken. 
1699, Ausgabe ... [wie vor): 2 Bech. Daniel Sticken 
armen Schüler. 
Hiermit wollen wir unsere Aufzeichnungen, die 
sich im wesentlichen auf das 16. und 17. Jahrhundert 
erstrecken, beschließen. Es ist nicht Aufgabe unserer 
Abhandlung, die weiteren Schicksale der „Siechen- 
kirche" hier darzustellen und bis in die neueste Zeit, 
in eine Periode völligen Verfalls, zu verfolgen. 
Heute fjat 45 das „Hospital Trenge" kein eigenes 
Heim mehr. Aber die Stiftung besteht fort, hat 
die Eigenschaft einer juristischen Person und ein 
den veränderten Verhältnissen angepaßtes Statut 
vom 23. März (1. April) 1896. Sie ist bestimmt, 
armen, gebrechlichen und unvermögenden Leuten in 
Stadt und Amt Trendelburg Unterstützung zu ge 
währen. Tiefe erfolgt z. Zt. an zwölf Personen 
in Form von Kauf-Präbenden auf Lebenszeit (189 
Mark Eintrittsgeld), je jährlich 18,96 Mark bar 
und 21/2 Viertel = 300 Kilogramm Roggen. Außer 
dem werden noch acht Armenpräbenden, je jährlich 
12 Mark bar, auf je ein Jahr vergeben. 
An Besitz ist vorhanden: 0,2498 Hektar Acker, 
Bei der Siekenkirche; 0,0048 Hektar Hofraum, mit 
der Kirchenruine Trenge; 12588,98 Mark Kapital 
vermögen. 
Der erste Geistliche und der Bürgermeister von 
Trendelburg bilden den Vorstand der Stiftung. 
Man sammelt einen Hospital-Baufonds und will 
innerhalb der Stadt der segensreichen Stiftung 
Philipps von Hessen wieder ein Heim verschaffen. 
Möge man bei diesem löblichen Vorhaben doch 
nicht ganz der alten historischen Stätte, weit vor 
den Toren drauß „gen Stammenn ober", vergessen 
und es ermöglichen, daß die heute noch imposante 
Turmruine als Baudenkmal in eine Zeit hinüber- 
¡gerettet wird, in der ein glücklicheres Geschlecht 
mit Achtung und Liebe die letzten Zeugen einer 
versunkenen Epoche hegen und pflegen wird! 
43 Nach gütiger Mitteilung des Herrn Metropolitans 
Wiegand in Trendelburg! 
—-«--- 8 - 
Abschied. 
Schon werden fahl die Sommerbeete, 
Der Wind stimmt tiefer den Akkord; 
Und über fremde Gassen wandre 
Ich weiter von der Heimat fort. 
Ein Sträußlein hab' ich mitgenommen, 
Ein letztes Röslein war dabei — 
Das weiß ein Märchen licht versonnen. 
Und dies und das und mancherlei. — 
Das will ich auf das Herz mir drücken, 
Wenn es vor Heimweh brechen will; 
- Gb welk die Blätter — macht fein Segen 
Vielleicht das wilde Klopfen still. 
Gießen. 
Sophie Nebel von Türkheim.
	        

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