Full text: Hessenland (31.1917)

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Die Floxshainer (Kreis Ziegenhain) 
„ Freienseener (Provinz Oberhessen) 
„ Roppershainer (Kreis Homberg) 
„ Lohrer (Kreis Melsungen) 
Zennerner (Kreis Fritzlar) 
„ Obermöllricher „ „ 
„ Niedermöllricher „ „ 
„ Borkener (Kreis Homberg) 
„ Kohlhäuser (Kreis Hersfeld) 
„ Äsbächer 
.. Kathuser 
„ Meckbächer 
„ Blankenheimer (Kreis Rotenburg) 
„ Weiteröder „ „ 
„ Breitenbächer (Kreis Ziegenhain) 
„ Kornröder (Kreis Hersfeld) 
„ Wippershainer „ 
„ Gittersdorfer „ „ 
Hählgänser 
„ Willingshainer „ „ 
„ Grebenhagener (Kreis Homberg) 
„ Motzfelder (Kreis Hersfeld) 
„ Rothenseer 
„ Roßbächer 
„ Biedebacher „ 
„ Friedewälder 
„ Friedloser 
„ Mecklarer 
„ Petersberger „ „ 
„ Unterhauner 
Oberhauner „ „ 
„ Sorgaer 
— Xweshslsr, Eweshslrnänsrchsr 26 ) (Lispeler) 
— Frosch giek»r 27 ) 
----- Eechenkäds»l»r (Eichhornkitzeler) 
—. Sdroohengsd»r (Strohhengste) 
— Mesdhööfan (Misthaufen) 
— Rosbooln (Pferdepolen) 
---- §deenrids»r (Steinrutscher) 
— Beer»nfäng»r (Bärenfänger) 
— Mesd»gäns» (Mistgänse), auch Som»rtswetsch»n 
(Sommerzwetschen) 
= Riw»l (Rüpel), auch Kälber 
----- Herz» (Hirsche) 
--- Ullch»n (= Me?) 
— Heup»l (Bedeutung ?) 
— Stripp»r (Bedeutung ?) 
----- Dickköpf» 
----- Stopp»lheps»r (Bedeutung ?) 
— Meg»l»rcb» (Bedeutung ?) 
— Ameisen 
— Hühner, 
----- Scbwin (Schweine) 
---- Blaipott» (Bedeutung?) 
— Gumraimän»rch» (Bedeutung ?) 
— Frösche 
------ Uhus 
— Bes»nbinder 
— Schneegäns» 
— Sandhasen 38 ) 
----- Eub»l (Eulen » 3 ) 
----- Eisbären 
— Wölfe 
— Eichhörnchen 
— Hummeln 
In Biedenkopf svricht man scherzhaft vom be 
nachbarten Battenberg beinahe sprichwörtlich wo 
der Bär brummt. Eine ganz ähnliche Geschichte 
wie von Battenberg erzählt man sich von Ermen 
rod im Kreis Alsfeld (Schulte a. a. O. S. 146). 
Danach soll ein Mann abends in der Dunkelheit * * 
") Vgl. Kranz und Schwalm. Kreizschwerneng 
(Ziegenhain 1911) I. S. 33 ff. 
* T ) Crecelius a. a. O. S. 392 und Schulte a. a. O. 
S. 150. 
**) Wie die Wiefecker im Kreis Gießen, die Lendenhäuser 
im Kreis, Lauterbach und die Stuhlkirchener im Kreis 
Alsfeld, die viel mit Sand, der dort gefunden wird, auf 
die umliegenden Ortschaften kamen, um ihn feilzubieten. 
Schulte a. a. O. S. 157. 
") Wie die Helpershainer (Kreis Gießen). Schulte 
a. a. O. S. 158. 
w. 
einen brüllenden Esel für einen Bären gehalten 
und seine Dorfgenossen mit dem Rufe aus dem 
Schlaf geweckt haben: Heraus, ehr Gebräur»r 
(Gebrüder), der Bär hott gebrommt. Eine ganz 
ähnliche Sage geht von den Einwohnern von Borken, 
die deshalb die Bärenfänger heißen. 
Viele Necknamen sind in ihrem eigentlichen Sinn 
nicht erhalten geblieben, und neue willkürliche 
Erklärungsversuche hat das Volk hinzugedichtet. 
Für manche Namen fehlt es selbst im Volk an 
einer Erklärung. Es wäre, wie auch Schulte 
hervorhebt, eine wichtige und dankbare Aufgabe, 
einmal alle Spottverse und Spottnamen in Hessen 
zu sammeln und sie vom volkskundlichen und 
sprachlichen Standpunkt ans zu erklären. Dazu 
soll die vorliegende Arbeit, die keinerlei Anspruch 
auf Vollständigkeit macht, anzuregen suchen.
	        

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