Full text: Hessenland (16.1902)

Zum 20. August 1902 
Gin alter iriedbof — der Gräber Reib’n 
im hohen Grase sich breiten: 
Die unten rnben im letzten Schrein 
Gehören vergangenen Zeiten. 
Die Pforte verrostet — das Gotenfeld 
6$ schien für ewige Zeiten bestellt 
Gs schlossen die Leichen steine 
Sieb über der stillen Gemeine. 
Doch Gin er kam noch ans fernem Reich, 
Der einst im Lande geboren, 
Der einst hier herrschte, den Ahnherrn gleich, 
Dod) Szepter und Krone verloren. 
Gr kam — daß im Code die Sehnsucht gestillt - 
Gr kam zurück nach dem heim'schen Gesild, 
Daß nod) eine Handvoll Grde 
Von den Schaßen der Heimat ihm werde. 
Wir kennen das Grab — es flutet dort 
setzt stündlich vorüber das Leben, 
Dort ruht er, dessen mächtiges Wort 
Ginft konnte stürzen und heben — 
Dort rubt er, über ihm Himmelsluft. 
Kein dumpfes Gewölb ob der düstern Gruft: 
So hat er, nachdem er gestorben, 
Das Bürgerrecht neu sich erworben. 
Und an dem Grabe sei heute gedacht 
Des Cags, an dem er geboren 
ünd wie ihm die Srende nur selten gelacht, 
Und wie ihn das Unglück erkoren. 
War's recht, war's unrecht, was er gebot - 
Gs hat ihn versöhnt mit uns der Cod. 
Und fast schon gleich einer Sage 
Grscheinen des Kampfes Cage. 
K * < 
B.
	        

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