Full text: Hessenland (15.1901)

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fontvoleiir Sophie H it ser, geb. D o r s ch, 80 Jahre 
alt (Karlskiafeu. 25. Februar),- ArchidiakonuS Wilhelm 
Salz m an». 48 Jahre alt (F-raukenhausen a. Kpffhäuser, 
27. Februar); Schmicdemeister Jean B rede, 63 Jahre 
alt (Kassel, 27. Februar); Nentner Daniel Dippel 
(Kassel, '27. Februar); vertu. Frau Justizrath B i e t o r , geb. 
Stein. 93 Jahre alt (Fulda, 2. März); Kaufmann 
Ferdinand Pflock, 53 Jahre alt (Kassel, 4. März); 
vcriv. Frau Pfarrer Sophie 6 ruft, geb. Mvntour, 
-18 Jahre alt (Marburg, 4. März); Privntniaun Al artin 
Friedrich W e y in a r . 75 Jahre alt (Kassel, 5. März); 
verw. Frau AiutsgerichtSrath Henriette Köhler, geb. 
N ä ch st ä d t. 82 Jahre alt (Kassel. 5. März); Militnr-Juteu- 
dantursekretär Jean Fitelbach. 40 Jahre alt (Kassel. 
5. Mürz); Fabrikant Adolf Berger, 04 Jahre alt 
! (Kassel, 6. Atürz); vertu. Frau Marie Brübach, geb/ 
! Posch, 65 Jahre alt (Gvttingeu. 6. Atürz); «muck. invck. 
l Sttv Kurz, 23 Jahre alt (Marburg, 7. Atürz); vertu. 
! Frau Dr. i»o«l. Pauline K a h c u st e i n , geb. Hussa 
j (Kassel, 12. Atürz). 
Briefkasten. 
l'. \Y. in Leipzig. 6. 51. in Eichen. Verbindlichsten 
Tank. 
A. \V. in Leipzig, A. F. in Atnuchcn. Beitrag er 
halten. Prüfung soll baldmöglichst erfolgen. 
A. K. in Stuttgart, 11. K. in Kassel. Warum se 
schiveigsam ' 
An Lik littkhrlilhkn IHitarbritrr nnL scstr Lcs „ZkjsknlnnL" 
Als im Januar d. I. Herr Dr. W ilhel m Grvtefend dem „Hessenland", das er 6 Jahre 
hindurch mit nie ermüdendem Eifer tiud hingebungsvoller Treue trefflich geleitet hat, durch einen 
plötzlichen Tvd entrissen wurden war, lvnrde uns die tingehinderte Fortführung unserer Zeitschrist dadurch 
ermöglicht, daß Herr Nr. Wilhelm Lchoof in Marburg mit dankenswerther großer Bereitwillig 
keit sofort in die Bresche trat und die Redaktion zunächst vorläufig übernahm. Nunmehr tonnen wir 
zu unserer Freude mittheilen, daß Herr Dr. Schoos, unser werthgeschätzter Landsmann ilnd mehrjähriger 
Alitarbeiter, von seht ab endgültig als Redakteur des „Hessenland" gewonnen ist. 
Herr Dr. Schoos, der sich bereits durch eine Reihe gediegener Arbeiten ans dem Gebiete der 
hessischen Forschung bestens bekannt gemacht hat, wird das „Hessenland" im Sinne Dr. Grotefend's 
getreulich in den Bahnen, die ihm von seinem Begründer Ferdinand Zwenger vorgezcichnet 
sind, fortführen. Er wird dein literarischen Theil erhöhte Pflege zuwenden, ohne dabei den ge 
schichtlichen irgendwie zu vernachlässigen oder den Grnndcharalter der Zeitschrift zu verändern. Durch 
seine mannigfachen Beziehungen zu hessischen Künstlern und Gelehrten ist er in der Lage, unserer Zeit 
schrift neues Leben zuzuführen. Wir dürfen daher neben der uns ferner zugesicherten unentbehrlichen 
Beihülfe bewährter Mitarbeiter auch ans noch weitere werthvvlle wissenschaftliche und 
literarische Beiträge rechnen. 
Wir möchten bei dieser ('Gelegenheit nicht nur die seitherigen Freunde des „Hessenland", sondern 
alle Landsleute, die sich die Pflege geistiger Interessen angelegen sein lassen, von Neuem recht 
dringend bitten, uns ihre Unterstützung nicht zu versagen. Wir gehen hierbei von der 
Ansicht ans, daß das Bestehen einer Zeitschrift wie der nnsrigen — neben der wissenschaftlichen und 
neben der Tagesliteratnr -- geradezu eine N v t h w end i g t e i t ist, einer Zeitschrift, die, ohne sich 
mit Tagessragen zu befassen und sich in politischen und konfessionellen Hader zu mischen, allein Dem 
sorgfältige Pflege angedeihen läßt, worin hessische Eigenart, hessisches Geistesleben, 
h e s s i sch e Volksseele sich äußert. Hat man doch seit Gründung des „H e s se n l a n d" auch in 
anderen Theilen unseres deutschen Vaterlandes für ähnliche Bestrebungen eine Pflegestätte geschaffen und 
sich dabei hier und da unsere Zeitschrift zum Muster genommen. 
Unbedingt ist es heute als Pflicht jedes deutschen Bvltsstammes und so auch des nnsrigen zu 
bezeichnen, sich die wohlerworbene, wohlbcgründete Eigenart zu wahren, sie nicht unter dem gleich 
machenden Einfluß großnativnalen Lebens untergehen zu lassen. Wir meinen, jeder Volksgenosse sollte 
an solchem Streben Antheil nehmen, und deshalb wenden wir uns wieder und wieder an unsere 
Landsleute daheim und draußen mit der Bitte, unsere Sache thatkräftig zu unterstützen, sei 
es durch eigene Mitarbeit, sei es, indem sie ans unsere Zeitschrift abvnniren. Freunde dafür 
werben und so ihr Bestehen sichern. 
Knssel, im März 1!>01. 
Der Verlag des „ftessenland“. 
Für die Redaktion verantwortlich: Dr. W. Schvvf in Marburg. Druck und Verlag von Friedr. Scheel, Kassel.
	        

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