Full text: Hessenland (15.1901)

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Am 1. März 1815 Eröffnung des ersten kur- 
hessischen Landtags nach Auflösung des Königreichs 
Westfalen. 
Am 2. März 1635 wurde Amöneburg von den 
Kaiserlichen erobert. 
Am 2. März 175!» glückliches Treffen bei 
Schenklengsfeld und Vacha unter dem Generalmajor 
von Urff, gegen die Franzosen. 
Am 2. März 1814 Abmarsch der Hanptkolonne 
des knrhessischen Evrps ans Kassel in den Feld- 
zug gegen Frankreich unter der Anführung des da 
maligen Kurprinzen, nachherigen Kurfürsten Wil 
helm II. 
Am 3. März 15-40 wurde zu Rotenburg Land 
graf Philipp der Großmüthige mit dem jungen 
sächsischen Fräulein Margarethe von der Sal durch 
den Hvsprediger Dionysius Melander zur linken 
Hand getraut. 
Am 3. März 1711 starb Landgraf Karl von 
Hessen-Wanfried, der Stifter dieser Linie, welche mit 
seinen Söhnen Wilhelm und Ehristian wieder erlosch. 
Ane 3. März 1731 Erekntionsreceß zwischen 
Hessen-Kassel und Knrsnchsen wegen der Aemter 
Landcck und Franensee. 
Am 4. März 1585 Grundsteinlegung des 
Schlosses zu Schmalkalden, die Wilhelmsbnrg ge 
nannt. 
Am 4. März 1006 Einführung des Erbprinzen 
Ctto von Hessen - Kassel als Administrators der 
Abtei Hcrsseld nach dem' Tode des letzten Abts. 
Am 4. März 1624, starb der Kanzler Reinhard 
Scheffer der Jüngere. 
Am 5. März 1585 wurde Prinz Friedrich von 
Hessen-Darmstadt geboren, vierter Sohn des Land 
grafen Georg I., des Stifters dieser Linie, und selbst 
wieder Stifter der Linie Hessen-Hombnrg. 
Am 6. März 1848 überbrachte der Stadtrath 
von Kassel und eine Deputation des Bürgeraus- 
schnsses dem Kurfürsten eine Adresse, worin die 
Entlassung des gegenwärtigen Ministeriums und 
die Bildung eines neuen verlangt wurde. 
Am 7. Mürz 1848 Proklamation des Kurfürsten. 
Am 9. März 1564 erste hessische Apothekervrdnung. 
Am 10. März 1686 wurde das Kloster Kreuz 
berg an den Prinzen Philipp von Hessen als 
Apanage überliefert. 
Am 11. März 1529 Stiftung des Stipendiums 
zu Marburg, welches Vorbild für die spätere und 
noch jetzt blühende theologische Anstalt in Tübingen 
(das Stift) wurde und auch in Marburg lange 
Jahre mit Erfolg bestand, bis in der Franzosen 
zeit nach dem Abbrechen des Stipendiatengebündes 
das Zusammenleben und endlich am 11. Februar 
1849 auch das Zusammenessen der Stipendiaten 
aufgehoben wurde. 
Am 12. März 1555 Erneuerung der Erbver- 
brüdernng Hessens mit Sachsen und Brandenburg. 
Am 14. März 1703 starb Ferdinand Maximilian, 
Graf von Isenburg-Büdingen zu Wüchtersbach, der 
Stifter dieser Linie. 
Am 14. März 1810 erlosch das alte und ehe 
dem reiche, im 15. Jahrhundert auch gar fehde 
lustige hessische Adelsgeschlecht der Meisebng zu 
Riede, mit dem Landrath Heinrich von Meisebng. 
Am 15. März 1632 starb zu Eschwege Land 
graf Moritz der Gelehrte, fast 60 Jahre alt, nach 
dem er seit fünf Jahren die Regierung in die 
Hände seines Sohnes Wilhelm V. gelegt hatte. 
Km Kteimveg fit 
Kinderlein mit rothen Köpfchen 
Scimnu'ht sich, gar liebe Tröpfchen, 
vor dein alteil Hospital, 
U?o in ihrer Pusche steht 
steinern Frau Elisabeth. 
Da ertönt's mit einem Mal 
plus der kleinen Gaffer Thor 
,-Zn dem Steinbild keck empor: 
„Heilige Elisabeth, was machst du da?" 
2U>ie erschrocken stehn sie dann, 
Eins sieht nicht das andre an, 
Lach dem Lilde nur die lichten 
Lianen Augen all sie richten, 
Harrend, das; ans ihre Frage 
„Lichts" -—■ die gute Heil'ge läge, 
kvie's Mama zu Hans versichert, 
llVuu auch Trinchen listig kichert, 
Doch die Magd, was weis; denn die — 
Und noch lauter rufen sie: 
„Ueiliae Elisabeth, was machst du da?" 
Harren rvieder eine Meile — 
Doch da nichts die Heil'ge sagt, 
Lausen sie nach Hans in Eile, 
Und geweint ivird uild geklagt, 
Das; die Heil'ge sie nicht liebt, 
U?eil sie keine Antwort giebt. *) 
L-nßes Kinderräthsel — — 0ft 
Lab' auch ich nur Lichts gehofft 
Und gefragt die U?clt umher. 
Ist man alter und besonnen, 
Harrt man nicht ans Antwort mehr — 
Doch was ist dabei gewonnen? 
Aassel. W. Aenneckc. 
*) Das Befragen der heiligen Elisabeth, welche den 
Kindern „nichts" antwortete, war noch Mitte der sechziger 
Jahre in vollem (Sang; jetzt dürfte es nur noch vereinzelt 
vorkommen.
	        

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