Full text: Hessenland (15.1901)

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degener merito reprehendar. Ich Ijcitc mich bitten ich derselben meyner Vorhaftung von hochst- 
warlich langst bey andern Hern in dienst begeben, 
wo ich nicht aufs meine abfertignng und e. f. 
zuesagung so lang hette ansfgewartett, darauf ich 
mich ie und alle zeitt gewißlich verlassen. Wo 
mir nuhn e. f. d. nicht wurde zue hulff kommen, 
werde ich mich warlich in grosses jammer, notth 
und mercklichen unuberwindtlichen schaden bringen, 
bin aber der gentzlichen zuversichtt, e. s. d. werden 
mir armen gesellen auß christlichem mittleyden 
genedige hulsf erscheinen lassen, ihren hochlvblichen 
weittberumbten fürstlichen nahmen meinett halben 
nichtt undergehen lassen, und mir also endtlich 
genedige abfertignng zu verschaffen genedigst bevelch 
thuen. 
Solchs will ich umb e. s. d. und derselbigen 
jungen herschafft in allem underthenigem gehorsam 
mitt darstreckung leibs, ehr, blntt und gutts nn- 
gespartes vleiß zue ieder zeitt williglich verschulden, 
den lieben gott umb laugwirige gesnndtheitt und 
friedliches regiineut von herheu bitten; derselbige 
wirtt c. s. d. solche an mir armen verzerten 
geübte und erzeigte christliche sorderung im ewigen 
leben reichlich belohnen, in welches vetterlichen 
gencdigen schuh und schirm ich e. f. d. bevele. 
e. f. d. 
gehorsammer williger uudertheniger diener 
Adolffns Wilhelmus Ti igidin s. 
Auf diese Supplik erfolgte der Abschied: 
s. d. können sich nicht erinnern, das sy bevelch 
geben, diser snplicant ns fr. d. zernng ligen 
mochte, wissen Herwegen iine nichts 'gigeben. 
Act. 20. FoOrunrij ao. 1007. 
Hoffmeister 
bürgt graffe> 
marsehatch. 
II. Urphede 1067. 
(Nach dem undatirten Konzepte im Staats-Archive zu 
Königsberg.) 
Ich Adolphus Nigidius thue knndt nnnd 
bekenne mit dieser meyner eigenen handtsehrift 
sreywillig' gegen allermenniglich, insonderheit denen 
es zitwissen vonnöten, nachdem der ditrehlenchtigste 
nnnd hochgeborne surft ltnnd Herr, Herr Albrecht 
der elter, marggraf zu Brandenbnrgk, in Preussen, 
zu Stettin, Pommern, der (5assuben unnd Wenden 
herhogk, bnrggraf zu Nürnberg nnnd surfte zu 
Nugen, mich ezlicher hochbeschwerlichen nnnd un- 
bedechtigen reden halben in gesengtliche vvrhastnug 
zunehmen bewogen, unnd aber uff vielfältiges 
(Sch tu s; 
: gemelter fn. d. zu Preussen ans gnaden widernmb 
! erledigt worden, doch mit dem bescheide, das ihrer 
I fn. dt. surstenthnmb ich alsbalde reumeu nnnd mich 
ohne ihrer sn. d. oder seiner s. g. erbenn nnnd 
! nachkommenden Herschaft guedigen vvrleub unnd 
! eonsens hinwidrumb darin nicht begeben sol unnd 
wil, bei Vorlust meynes leibes, als gerede unnd 
gelobe ich ungezwungen nnnd nngedrnngen bey 
meynen ehren, treuen nnnd wahren Worten, das 
ich die an mir beschehene bestrieknng unnd 
gesengkuns, und was mir darihnnen geschehen unnd 
begegnet, gegen hochstgedochte s. d. zu Preussen, 
derselbigen erbenn oder nachkommenden herschast, 
desgleiehenn auch alle derselbigen reihe, bevelich- 
haber unnd diener, auch täubt nnnd teilte unnd 
alle diejenige, so zu solchem meynem gefengknns 
ursach oder sorderung geben, in keynem nngnttem 
oder bösen, weder mit warten, werden vder 
j schriften, heimlich noch öffentlich, nimmer ge- 
t denckeu, rechen oder eifern, dawider nicht thun vder 
! fachen noch von meynem wegen jemands zu tun 
! anstiften vder gestabten sol unnd wil, mich auch 
! ohne ihrer sn. d., derselbigenn erben vder nach- 
i kommenden Herschaft vvrbcwust nnnd gnedigenn 
^ vorlenb wyderumb in diese lande Preussen nicht 
i begeben. To ich aber dieser meyner vvrpslichtiing 
! unnd freywillig gethanen urphede zuwider einiger 
! weise vder gestaldt mit Worten, werden vder 
: schriften, heimlich vder öffentlich, nichts ans- 
! genvhmen, vor mich vder durch andere ethwas 
surzunehmen, dafür mich gatte behutten wolle, mich 
understehen wvrde. uff den fahl vorzeihe ich mich 
hiemit traft dieser meyner urphede wissentlich aller 
sreiheitcn, begnadiguugen, Privilegien, beueficien, 
behelsf geistliches unnd weltliches rechtes, wie 
solches ihmmer nahmen haben magk, nnnd wil in 
^ f. d. straff mit leib unnd gutt gefallen nnnd wan 
ich darauf gefordert, eingemantt oder geladen 
werde, bei vvrlust meiner ehren nnnd gntteiin 
namens, mick) einzustellen schuldig nnnd pflichtig 
sein, welches vbenerzelte alles ich bey meynen ehren, 
, treuen, gnttenn glauben, wahren Worten, auch 
! vvrlust meyucs leibes und lebens steht, vhcst uuud 
j unverbrüchlich zu halten angelobe nnnd mich vvr- 
j Pflichte. Zn nrtundt habe ich diese nrfeide mit 
einem cvrperlichen eide bckrestiget, mit meyner 
eigenen handt geschrieben nnnd gewvnlichen 
Petschaft besigeldt. 
Geschehen nnnd geben rc. 
«XU, : princi|)is prr d. curiac niagisiruui. d. ean- 
c(dl: t‘l d. .1 oiiam. idem lagerunt, 
folgt.)
	        

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