Full text: Hessenland (15.1901)

Gedichte von Ernst Roch?) 
Mir ist vom stimme! . . . 
Und ob der khimmel des Tags auch lacht, 
Sein Bangen birgt und Sehnen, 
)n dunkler Nacht, da brechen mit Nacht 
Und stürzen hervor die Thränen. 
O sprich, was hat dich so traurig geinacht 
Hub wärest vor Freuden trunken? 
„Mir ist vom Fimmel tu dunkler Nacht 
Eine Thräne in's Herz gesunken." 
Run bist du, mein sterr . . . 
Ich habe mich so ans den Mai gefreut, 
Nun tritt er kalt und verdrießlich einher; 
Man glaubt's fast lieber, es habe geschneit, 
Als daß die Bäume von Blüthen schwer. 
Ich habe mich so nach der Liebe gesehnt, 
Nach Liebe durchirrt ich Fluren und Wald, 
Nun, da mir die Liebe das Leben verschönt, 
Nun bist du, meiir Herz, verdrießlich und kalt. 
*) Diese bisher ganz unbekannten Gedichte finden sich in Robert 
Prutz' „Deutschem Museum", XIII. gahrg. (1863), Bd. II. 
5. 857 ff. und find auch dem Herausgeber von Aoch's Gedichten aus 
dem Nachlaß (Luxemburg (859) unbekannt geblieben. D. Red. 
vom sternenlofeu Himmel 
Hanget herab die Nacht 
Und falbe Blitze zucken; 
Kein Auge wacht. 
Die stnstern Schatten schreiten 
Und lagern sich über dem See, 
Längs den thürmenden Gipfeln 
Schimmert der Schnee. 
In lautem Rudertakte 
Gleitet ein kleiner Rahn, 
fjell durch die düstern Nebel 
Flackert der Span. 
So einsam über den wassern 
Des Lebens fahr' ich dahin; 
Wer weiß, von wannen die Reise? 
Wer weiß, wohin? 
In lautem Rudertakte 
Lochet und dränget das Herz, 
Rings lagern die schwarzen Schatten: 
Des Lebens Schmerz. 
Und meine Seele flackert 
Darinnen, ein brennender Span; 
Ist die Fahrt volleitdet, 
wird er ausgethan. 
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