Full text: Hessenland (15.1901)

Der GlücksucDer. 
(Lin Märchen.) 
„Sich’, wie im Lieber felg' ich deiner Spur, 
Unirdisch' lücfcu mit den Ulnndcraugen 
Mag mir ein Ans; von deinem Mund nicht langen, 
So streife mich mit deinen Flügeln nur, 
lvcil ich so wandermiide bin!! 
2lch, dich zn suchen, gab ich alles hin: 
Mein lfeimathland hab' ich um dich verlassen 
Und kann .... und kann dein goldnes Kleid nicht 
fassen 
Da — hält die Engelsmaid bei eines Lrunnqnells Kand 
Im Fluge ein — und winkt mit weißer lfand, 
Und was der Ulandrcr flammcnheiß ersehnt, 
Ulird wahr: die holde lhimmelsbotiu lehitt 
An seiner Lrnst. Er hält das Glück umfangen. 
Der Sucherseele sehnsuchtsvolles Laugen 
Entweicht. Inngfrischc Kraft strömt durch des flilgers 
Llnt. 
Es ruht der Ulünfche ungedäinmte Flnth — — 
Des Lrdcnsohnes Siegerantlitz lacht .... — 
Da löst das Glück sich sacht 
Ans seinein Arm 
Und haucht: „Ich kain, ich stillte deinen Harm .... 
Znm Thron des Höchsten will ich dich nun tragen. 
Dank sollst du Ihm, der mich dir sandte, sagen!" 
Der Uleltgebannte aber seufzt und wehrt 
Der Ulegesweiserin, die ihn so fromm belehrt: 
Sie strebt empor.. . . . und mit der Kraft des Kiefen 
hält er sie fest — — — 
Doch fäh in nichts zerfließen 
Fühlt er int Arm das gottentftaniinte Kind.... 
Der Lrnnnqnell klagt.... in Ulipfeln weint der Ulind .... 
tr ci v o I j i) n it f e m. Sascha Glfa. 
Klammenreichen. 
Es gehen große Stimmen 
Durch unf're späte Zeit —: 
Thut auf die Augen, (Uhren 
Und macht die Herzen weit! 
Es grüßen Flammenzeichen 
Auf heil'gen Höhen weit —: 
Das ist das Uletterlenchten 
Der nahen Ewigkeit. 
Schon donnert hinter Ulolken 
Die Znknnft des Gerichts . . . 
Errett' uns, ew'gc Liebe, 
In Ulelten ew'gen Lichts! 
ch b 0 V f l i n IJ e u. iiarl GsllSt KllOilt 
& & &
	        

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